Katholische Erwachsenenbildung
Limburg und Wetzlar, Lahn-Dill-Eder (KEB)
Sozialer Schmerz gehört zu den oft übersehenen Herausforderungen unserer Zeit. Er entsteht dort, wo Menschen sich nicht wahrgenommen fühlen, Ausgrenzung erfahren oder dauerhaft unter Druck stehen - im privaten Umfeld ebenso wie im beruflichen Alltag. Gerade für Führungskräfte, aber auch für die Gesellschaft insgesamt, hat dieser Schmerz ein besonderes Gewicht. Häufig zeigt er sich nicht unmittelbar, sondern verbirgt sich hinter körperlichen Beschwerden oder Erschöpfungszuständen.
Der Vortrag geht der Frage nach, wie sozialer Schmerz entsteht, wie er wirkt - psychisch, körperlich und geistlich - und warum er dennoch vielfach unterschätzt wird. Zugleich richtet sich der Blick auf grundlegende christliche Haltungen wie Würde, Verantwortung, Mitmenschlichkeit und Hoffnung. Sie werden als tragfähige Ressourcen sichtbar: für den Umgang mit Belastungen ebenso wie für verantwortliches Handeln in Leitungsaufgaben. Dabei wird deutlich, dass zu den wirksamsten Antworten auf sozialen Schmerz verlässliche Beziehungen und menschliche Nähe zählen.
Der Abend lädt dazu ein, Alltag und Führung nicht nur funktional zu verstehen, sondern als Ausdruck einer Haltung, die das eigene Leben ebenso prägt wie das Miteinander in Organisationen und Gesellschaft.
Die Veranstaltung findet im Missionshaus der Pallottiner, Pater-Andreas-Stock-Raum, Wiesbadener Straße 1, 65549 Limburg, statt. Der Eintritt ist frei.
Die Vortragsreihe ZEITZEICHEN wird seit Jahren gestaltet von Dr. Peter Jentzmik. Es ist eine Veranstaltung des Kirchorts St. Marien der Pfarrei Katharina Kasper Limburger Land und des Missionshauses der Pallottiner, in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Limburg und Wetzlar, Lahn-Dill-Eder (KEB).