19.06.2017

Pilgerweg der Ordensleute "U 50"

Tour durch den Rheingau

Auf einen Pilgerweg begaben sich am vergangenen Samstag, 17. Juni, 28 Ordensleute aus unserem Bistum. Die Zusammensetzung der Gruppe spiegelt die Situation der jüngeren Ordensmitglieder: Von den Teilnehmenden sind fünf Deutsche. Der überwiegende Teil der Schwestern und Brüder stammt aus Indien. Erfreulicherweise überdurchschnittlich war die Zahl der Männer.

Der Pilgerweg über den neu geschaffenen Klostersteig im Rheingau führte von Aulhausen über Eibingen und Nothgottes nach Marienthal. Jede und jeder bekam ein Pilgerheft, in das mit Stempeln die einzelnen Orte dokumentiert werden konnten. Die erste Station bildete die ehemalige Zisterzienserinnenkirche in Aulhausen. Pfarrer Kurt Weigel brachte die Kunstwerke näher, die allesamt von Menschen mit Beeinträchtigungen geschaffen wurden. Mit einem von ihm geschriebenen Pilgerlied und einem Impuls zum Thema Schöpfung ging es auf den Weg. Bei idealem Pilgerwetter mit bedecktem Himmel und moderaten Temperaturen hieß das erste Etappenziel Kloster Eibingen. Da eine Benediktinerin von dort mitpilgerte, war es möglich, das Mittagspicknick im Gästegarten mit herrlichem Blick auf die Rheinebene einnehmen zu dürfen.

Gut gestärkt ging es nach einem Gebet in der Klosterkirche weiter nach Nothgottes. Die drei vietnamesischen Brüder, die ebenfalls mitpilgerten, führten durch Haus, Kirche und Garten. Ein Lied auf Vietnamesisch berührte in der Kapelle die Herzen der Ordensbrüder und -Schwestern. Die dritte Etappe endete bei den Franziskanern in Marienthal mit einer Eucharistiefeier (inklusive einiger indischer Lieder) sowie Kaffee und Kuchen.

Gestaltet hatte den Tag eine kleine Vorbereitungsgruppe unter der Leitung von Sr. Katharina Bald (Congregatio Jesu aus Frankfurt) unter Mithilfe von Sr. Petra Albrecht (Geistliche Familie ‚Das Werk‘ aus Limburg), Sr. Ancia Pathikulangara (Nazarethschwester aus Limburg), Br. Marcjan Koslowski (Franziskaner Bornhofen), Br. Sabu Purayidathil (Kapuziner aus Frankfurt) und Br. Stefan Federbusch (Franziskaner aus Hofheim).

Angedacht ist einmal pro Jahr ein Angebot für die Ordensleute unter 50. Nachdem es in den vergangenen Jahren Besuche in den verschiedenen Gemeinschaften sowie inhaltliche Akzente gegeben hat, bildete das gemeinsame Unterwegssein eine gelungene praktische Erfahrung, die über manche noch bestehende Sprachbarriere hinweg half.

(Br. Stefan Federbusch ofm)

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