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Limburg, 13.06.2026

Drei neue Diakone für das Bistum Limburg

Bischof Georg Bätzing hat am Samstag, 13. Juni 2026, drei Männer zu Diakonen geweiht. Sascha Schulz und Markus Schuhmacher sind nun Ständige Diakone im Zivilberuf, das heißt, sie sind einerseits Ständige Diakone, führen aber andererseits ihren Zivilberuf weiter. Lukas Kämpflein ist Diakon und wird in etwa einem Jahr zum Priester geweiht. Viele hundert Gläubige feierten gemeinsam mit den Kandidaten und dem Bischof den Weihegottesdienst im Limburger Dom.

In seiner Predigt sprach Bischof Bätzing vom Dienen. „Dienen ist nicht selbstverständlich. Sich bedienen lassen oft aber auch nicht: Sich als alter Mensch einzugestehen, dass ich auf Pflege angewiesen bin, das fällt ganz schön schwer. Beratungsdienste in Anspruch zu nehmen, wenn sich familiäre Probleme in der Erziehung oder in der Partnerschaft aufgetürmt haben, das kostet Überwindung“, sagte Bätzing. Die Szene der Fußwaschung im Abendmahlssaal, an die an Gründonnerstag erinnert wird, zeige diese Überwindung. „Petrus wehrt sich mit Händen und Füßen und muss von Jesus unter Aufbietung seiner ganzen Autorität überzeugt werden, zuzulassen, dass der Rabbi ihm die Füße wäscht“, sagte Bätzing.

Diakone sollen unterstützen

Als Diakon sei es eine Aufgabe, zu dienen. „In der Kirche repräsentieren die Diakone mit ihrem Amt, dass der selbstlose Einsatz für alle, die der Hilfe bedürfen, der konkrete Grundvollzug unseres christlichen Glaubens ist“, sagte Bätzing. Er gab den Weihekandidaten mit auf den Weg, dass sie sich allen nötigen Respekt vor der Freiheit der Entscheidung der Menschen, ein Hilfsangebot anzunehmen oder nicht, bewahren mögen. Andernfalls könne aus dem Wunsch zu dienen leicht Machtgebaren oder übergriffiges Handeln werden. Das gelte nicht nur für den diakonischen Dienst im engeren Sinn. „Nicht selten lockt ein neuer Bedarf oder auch die Not oder eine besonders bedrängende Situation Charismen in Menschen zum Vorschein, die Gottes Geist der Kirche genau für diese Situationen schenken will“, so Bätzing. Als Hauptamtliche in der Kirche seien sie dazu da, die Charismen möglichst vieler Gläubiger zu fördern, zu begleiten, zu motivieren und zu festigen – und sie nicht zu behindern. „Jedenfalls ist der Dienst eines Diakons von Anfang an nicht festgelegt: Flexibilität, Mobilität und ein guter Blick für das, was Menschen gerade brauchen, damit sie Jesus Christus und sein Evangelium persönlich annehmen können, sind gefragt“, sagte er.

Die Kandidaten haben als Weihespruch einen Satz aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther gewählt: „Die Liebe Christi drängt uns“ (2 Kor 5,14). Dieser Satz lasse sich auf zwei Weisen übersetzen, sagte der Bischof. Einerseits als „Die Liebe zu Christus drängt uns“. Das bedeute, wer mit Jesus eine persönliche Beziehung eingehe, Zeit, Aufmerksamkeit, Zuneigung und Liebe investiere, der könne daraus immer wieder Kraft schöpfen. „Das gibt Standfestigkeit und zugleich die nötige Beweglichkeit, auf die unterschiedlichsten Situationen zu reagieren und sich darin zu bewähren“, so Bätzing. Andererseits könne der Satz übersetzt werden mit: „Es ist die Liebe Christi, die uns drängt.“ „Denn wer einmal erkannt hat, was Jesus an Neuem in die Welt gebracht hat, wie er sich selbst vorbehaltlos hinein ‚investiert‘ hat, um den Menschen aller Zeiten die Liebe Gottes zu bezeugen, der will, dass wir leben, wachsen und reifen; wer das einmal begriffen hat, der kann nicht anders, als darüber zu sprechen und danach zu handeln“, erklärte der Bischof von Limburg.

Felicia Schuld

Chefin vom Dienst, Redakteurin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Die Predigt im Wortlaut

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