Limburg, 27.06.2026
Christliche Influencerinnen im besten Sinn
Im Gottesdienst im Limburger Dom nahm der Limburger Bischof in seiner Predigt Bezug auf christliche Influencer. Auf Social Media-Plattformen teilen diese ihren Glauben und ihre christlichen Werte. Dabei gibt es sowohl progressive als auch konservative Stimmen. Bätzing ermutigte die fünf Frauen dazu, ihre persönlichen Glaubenserfahrungen und Werte weiterzugeben. „Es sind unterschiedliche Anwege, die Sie in Ihrer religiösen Sozialisation bis hierhergeführt haben“, sagte Bätzing. Zwei Kandidatinnen seien nahezu typisch kirchlich gebunden aufgewachsen: von Kind auf mit dem Glauben, dem Gottesdienst, der Jugendarbeit und dem Gemeindeleben vertraut. Zwei weitere Frauen hätten an einem bestimmten Punkt des Lebens eine bewusste Entscheidung getroffen und seien zum katholischen Glauben konvertiert. „Und Schwester Gordana ist meines Wissens die erste Ordensfrau einer kroatisch-bosnischen Franziskanerprovinz, die hier im Bistum Limburg als Pastoralreferentin vorbereitet wurde und nun ausgesendet wird“, verdeutlichte Bätzing die Werdegänge der jungen Frauen. „Was für ein Reichtum an Zugängen zum seelsorglichen Dienst: Er entspricht der Vielfalt und Differenziertheit von Glaubenswegen und biografischen Hintergründen, wie wir sie seit Langem schon in unseren Gemeinden vorfinde, und kann wirklich nützlich sein. Bringen Sie sich ein mit Ihren besonderen Erfahrungen und Ideen.“
Vor Ort sind die Seelsorgerinnen und Seelsorger wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
Seelsorgerinnen und Seelsorger würden von den Menschen in den Pfarreien weit über den Kreis der Kirchenmitglieder hinaus geschätzt und seien wichtige Ansprechpartnerinnen und -partner vor Ort. Im Auftrag der Kirche unterwegs, ermutigte der Bischof die Pastoral- und Gemeindereferentinnen dazu, sich zu profilieren und erkennbar zu sein. „Die Gemeinsamkeit unserer menschlichen Existenz ist fundamental. Wir haben keinen Grund, uns über andere zu erheben“, erklärte Bätzing. „Wir sind nichts Besonderes – außer in der Gnade unserer Berufung, doch die ist nicht für uns selber da, sie ist Instrument und Talent unseres Werbens um andere und unserer Gottsuche mit anderen zusammen.“ Die Frohe Botschaft, das Evangelium gehöre mitten in die Gesellschaft. „Licht und Salz sind nicht für sich selber da. Sie wollen eingebracht werden in die anstrengenden Herausforderungen unserer Zeit und in die Krisen und Konflikte freier und pluraler Gesellschaften“, sagte der Bischof. Es gelte dabei auch, Spannungen wahrzunehmen, sie auszuhalten und, wo es möglich sei, zu überwinden. Synodalität suche danach, andere mit ihrer Geschichte und Motivation verstehen zu lernen. Es gehe um eine Harmonie, in der Unterschiede nicht aufgehoben, sondern miteinander integriert würden. „Denn entscheidend für die kirchliche, die katholische Lesart des Glaubens ist das Bekenntnis zum universalen Heilswillen Gottes: Darunter tut er es nicht; alle, wirklich alle sind gemeint. Und wir sollten uns in unserem Dienst auch nicht mit weniger zufriedengeben“, so Bätzing.
Die Einsatzorte der neuen Referentinnen
Christina Springer wird als Gemeindereferentin in der Pfarrei Heilig Geist am Taunus eingesetzt. Für Schwester Gordana Davidović geht es als Pastoralreferentin in die Kroatische Katholische Gemeinde in Wiesbaden, Ylfa Kerbeck wird Pastoralreferentin in der Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau und in der Schulseelsorge an der St. Ursula-Schule in Geisenheim. Carolin Brehm wird als Pastoralreferentin in der Pfarrei St. Martin und St. Damian Rhein-Lahn tätig sein und Laura Ursprung wird als Pastoralreferentin in der Pfarrei St. Franziskus und Klara Usinger Land eingesetzt.