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Wiesbaden, 12.05.2026

Weltsynode, Haushaltssicherung und Engagementförderung

Mit der Umsetzung des Haushaltssicherungskonzepts (HSK), den strategischen Zukunftsfragen des Bistums und der Umsetzungsphase der Weltsynode hat sich das Bistumsteam in seiner Sitzung am Dienstag, 28. April 2026, im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod beschäftigt.

In den Beratungen ging es insbesondere um die nächsten Schritte des HSK sowie um die Frage im Mittelpunkt, wie synodale Prozesse im Bistum Limburg konkret weiterentwickelt werden können.

Generalvikar Dr. Wolfgang Pax und die Bischöfliche Bevollmächtigte Prof. Dr. Hildegard Wustmans informierten das Bistumsteam über die Rückmeldungen des Diözesankirchensteuerrates sowie über die weiteren Schritte zur Umsetzung der Maßnahmen im Härtegrad 2. Der Diözesankirchensteuerrat habe dem Maßnahmenpaket grundsätzlich zugestimmt und empfohlen, dieses zur weiteren Umsetzung zu beauftragen. Gleichzeitig sei deutlich gemacht worden, dass sich im weiteren Prozess Veränderungen ergeben könnten und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen notwendig würden.

Anspruchsvoller Veränderungsprozess

In den Beratungen ging es um die Verbindung von strategischer Weiterentwicklung und finanzieller Konsolidierung. Mehrfach wurde betont, dass die Umsetzung des HSK nicht allein als Sparprozess verstanden werden dürfe, sondern mit der Frage verbunden bleiben müsse, wie Kirche künftig pastoral wirksam und gesellschaftlich relevant bleiben könne. Das Bistumsteam diskutierte dabei auch über die Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden sowie über die Notwendigkeit, in einem anspruchsvollen Veränderungsprozess transparent und nachvollziehbar zu kommunizieren.

Die vorgestellte Gesamtsteuerung des HSK verbindet finanzielle Maßnahmen mit fünf strategischen Kernthemen: die Zukunft der Seelsorge, Zuschüssen und Immobilien, Kindertagesstätten, dem sozial-caritativen Profil sowie der Digitalität. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen zur Sachkostenreduktion, strukturelle Veränderungen im Bischöflichen Ordinariat, Anpassungen im Bereich der Seelsorge, der Kultur- und Bildungsarbeit sowie bei den Kindertagesstätten.

Enge Verbindung zu Bistumsprozessen

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Umsetzungsphase der Weltsynode. Die Bischöfliche Beauftragte Dewi Maria Suharjanto stellte die nächsten Schritte vor. Dabei geht es darum, synodale Prozesse und Beteiligungsformen im Bistum Limburg weiterzuentwickeln und stärker im konkreten kirchlichen Leben zu verankern. Grundlage ist das Schlussdokument der Weltsynode, das Papst Franziskus ausdrücklich als wichtigen Bezugspunkt für die Ortskirchen benannt hat.

Im Austausch zeigte sich, dass die Themen der Weltsynode eng mit bereits laufenden Entwicklungsprozessen im Bistum verbunden sind – etwa mit Fragen der Beteiligung, der Engagementförderung, der Digitalität oder der zukünftigen Gestalt von Seelsorge. Zugleich wurde betont, dass Synodalität nicht auf innerkirchliche Strukturen begrenzt bleiben dürfe, sondern die unterschiedlichen Lebensrealitäten der Menschen ernst nehmen müsse.

Vorgesehen ist, dass im Auftrag des Bischofs eine Arbeitsgruppe eingerichtet wird, die sich bis Ende des Jahres intensiv mit dem Synodendokument beschäftigt und Impulse für die weitere Entwicklung des Bistums erarbeitet. Dabei sollen bewusst unterschiedliche Perspektiven einbezogen werden – unter anderem von Menschen aus sozialen, kulturellen und pastoralen Kontexten, Vertreterinnen und Vertretern synodaler Gremien sowie Personen mit Erfahrungen aus den Bereichen Digitalität, Interkulturalität und gesellschaftlicher Teilhabe.

Stephan Schnelle

Pressesprecher

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