Bad Homburg, 30.05.2026
Die Stärke des Bistums liegt in seiner Vielfalt
Mit etwa 4.000 Mitgliedern ist die Italienische Gemeinde in Bad Homburg die kleinste muttersprachliche Gemeinde im Bistum Limburg. „Das ist eine lebendige Gemeischaft mit vielen Ideen“, versicherte Pfarrer Don Stanisław Maciak. Der gebürtige Pole lebte 17 Jahre in Rom, leitete neun Jahre lang die Italienische Gemeinde in Berlin und ist seit eineinhalb Jahren für die Italienischen Gemeinden in Bad Homburg und Nied verantwortlich. Zur Begrüßung gratulierte der Bischof ihm mit einem Präsent zum 40. Priesterjubiläum, das Maciak die Woche zuvor zelebrierte.
Man lernt sehr viel über die eigene Region
„Es ist schön, dass der Bischof heute ganz speziell für die Italienische Gemeinde hier ist“, freute sich der ständige Diakon und Regionalleiter der Katholischen Region Taunus, Johann Maria Weckler, über die Visitation im neuen Stil. Seine Co-Leiterin Barbara Lecht erklärte, dass die Visitation des Bischofs auch für sie eine „wunderbare Sache“ sei. „Im Rahmen der Visitationen kommt man den Akteuren in den Gemeinden noch einmal näher und lernt sehr viel über die eigene Region.“
„Ich bin sehr dankbar für die Begegnungen“, sagte der Bischof nach dem Austausch mit dem Pfarrgemeinderat. Die Mitglieder berichteten, wie sie teilweise in den 1960er- und 1970er-Jahren zur Arbeit nach Deutschland kamen, aber auch davon, wie es ist, in Deutschland aufzuwachsen und mit welchen Herausforderungen sie sich privat, aber auch als muttersprachliche Gemeinde konfrontiert sehen.
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Wichtig für gegenseitiges Verständnis
„Wir haben ein Bistum mit mehr als 30 Prozent nicht deutschsprachigen Katholikinnen und Katholiken. Das ist die Stärke unseres Bistums. Darum ist es so wichtig, zusammenzukommen und auch zu hören, wo liegen die Probleme und Chancen dieser Gemeinde?“, sagte der Bischof. Die Bischöfliche Bevollmächtigte Hildegard Wustmans, die den Bischof begleitete, betonte im Gespräch mit dem Pfarrgemeinderat, wie wichtig die muttersprachlichen Gemeinden für das gegenseitige Verständnis und die Wertschätzung kultureller Besonderheiten sind.
Nach dem Austausch mit dem Pfarrgemeinderat stand der Bischof den Kindern Rede und Antwort und traf sich mit den Senioren. Anhand von Filmen und Bildern wurde ihm anschließend die Geschichte der Gemeinde präsentiert. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst beendete der Bischof seinen Besuch bei der Italienischen Gemeinde.