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Limburg, 13.05.2026

Abschied von einem ruhigen und besonnenen Seelsorger

Pfarrer Reinhard Klein ist am Samstag, 9. Mai 2026, gestorben. Das Bistum Limburg trauert um einen verdienten Seelsorger. Klein wurde 92 Jahre alt.

Reinhard Klein wurde am 20. Februar 1934 in Langenbielau/Schlesien geboren. Im Frühjahr 1940 trat er in die Volksschule ein. Als Elfjähriger erlebte er das Vorrücken der Roten Armee in seine Heimat; für ihn ein prägendes Erlebnis. Zwei Jahre später wurde er mit seinen Eltern nach Schkeuditz in die Nähe von Leipzig ausgewiesen, wo er seine schulische Ausbildung fortsetzen konnte. Im Jahr 1948 wechselte er auf Vermittlung seines Heimatpfarrers auf die Staatliche Aufbauschule in Recklinghausen, wohnte im Internat für Ostvertriebene der dortigen Maristenschulbrüder und konnte 1954 das Abitur ablegen.

Anschließend nahm er das Studium der Philosophie und der Theologie an der Hochschule in Königstein im Taunus auf; ein Außensemester verbrachte er im Sommer 1956 in Freiburg. Nachdem die mehrfachen Bemühungen um eine Übersiedlung in das Priesterseminar Neuzelle/Oder erfolglos geblieben waren, bat er um Aufnahme in das Priesterseminar des Bistums Limburg. Dort konnte er bereits in zwei freiwilligen Feriendiakonaten erste pastorale Erfahrungen sammeln. In der Zeit zwischen Abschlussprüfung und Beginn des Pastoralkurses war er von September 1958 bis Ostern 1959 als Subregens in Montabaur tätig.

Bischof Dr. Wilhelm Kempf weihte ihn am 8. Dezember 1959 im Limburger Dom zum Priester.

Stationen nach der Weihe

Nach einem Seelsorgepraktikum in der Pfarrei St. Antonius in Frankfurt wurde Reinhard Klein als Kaplan eingesetzt, zunächst in Hofheim (25. April 1960 bis 21. April 1963), danach in seiner vormaligen Praktikumspfarrei St. Antonius in Frankfurt (22. April 1963 bis 31. Juli 1967).

Am 1. August 1967 übernahm er die Pfarrei St. Johannes der Täufer in Elz als Pfarrer. Sein seelsorglicher Einsatz galt in besonderer Weise dem Religionsunterricht sowie der Gestaltung von Schüler- und Kindergottesdiensten. Mit Umsicht setzte er neue Entwicklungen in der Erstkommunion- und Firmkatechese um, bewahrte gewachsene Traditionen und führte sie zugleich in erneuerter Form weiter. Die Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils verwirklichte er mit pastoraler Klugheit. Neunzehn Jahre wirkte er segensreich an diesem Ort; in dieser Zeit wurde er viermal zum stellvertretenden Dekan des Dekanats Hadamar gewählt.

Pfarreizusammenführung und Verzicht

Zum 1. April 1986 übertrug ihm der Bischof die Pfarrei St. Anna in Neuhäusel und zum 1. August 1986 zusätzlich die Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Eitelborn. Mit seiner ruhigen und besonnenen Art gelang es ihm, beide Pfarreien zusammenzuführen. Darüber hinaus übernahm er vom 2. Juli 1986 für ein Jahr die Pfarrverwaltung in Arzbach sowie erneut zwei Amtszeiten als stellvertretender Dekan, nun im Dekanat Montabaur. Auch an seiner neuen Wirkungsstätte war es ihm ein besonderes Anliegen, für die ihm anvertrauten Menschen da zu sein und sie im Glauben zu begleiten. Die würdige Feier der Eucharistie bildete für ihn den Mittelpunkt seines priesterlichen Dienstes.

Nach Vollendung des 70. Lebensjahres bot er dem Bischof zum 1. Mai 2004 den Verzicht auf seine Pfarreien an und trat in den Ruhestand. Bis Ende August 2004 war er jedoch noch Pfarrverwalter seiner ehemaligen Pfarreien und bereitete die Übergabe an seinen Nachfolger vor. Als Subsidiar übernahm Pfarrer Klein im Anschluss daran über viele Jahre seelsorgliche Dienste im Pastoralen Raum Montabaur.

Priester als Traumberuf

Schon in seiner Jugendzeit war Pfarrer Klein als Ministrant und Hilfsküster dem Pfarrer und den Kaplänen seines Heimatortes sehr verbunden. Hier sah er die Grundlegung für seine Berufsentscheidung. Er selbst bezeichnete den Priesterberuf als Traumberuf für sich und war bis zuletzt dankbar, dass ihm dieser Weg ermöglicht wurde. In seinem Handeln und seiner Verkündigung war das zu spüren.

Das Requiem wird gefeiert am Mittwoch, 20. Mai 2026, um 14 Uhr in der Kirche St. Peter in Ketten in Montabaur (Kirchstraße). Anschließend findet die Beerdigung auf dem Friedhof in Montabaur im Kreis der Priester und Diakone sowie des Bekanntenkreises statt (Friedens-straße). Priester und Diakone sind eingeladen, in Chorkleidung teilzunehmen.

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