Frankfurt, 30.07.2026
Hessischer Wirtschaftsminister zu Gast in der Villa Gründergeist
Im Rahmen eines Unternehmensbesuchs bei der Social Impact gGmbH war Kaweh Mansoori, hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, in der Villa Gründergeist zu Gast. Der Minister nahm sich Zeit, die Villa Gründergeist und die Arbeit der Social Impact gGmbH kennenzulernen und mit den Beteiligten über die Rolle von Sozialunternehmen für Gesellschaft und Wirtschaft ausführlich ins Gespräch zu kommen.
Neben dem Ertrag auch die Wirkungsgesichtspunkte berücksichtigen
Norbert Kunz, Geschäftsführer von Social Impact Lab, gab Einblicke in die Entwicklung und die Arbeitsweise der Social Impact gGmbH, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Social Start Ups nicht nur bei der Gründung zu begleiten, sondern auch die Rahmenbedingungen für Sozialunternehmen zu verbessern. Darüber hinaus stellte er das Nationale Kompetenzzentrum für Soziale Innovation (KoSI) vor, dessen Projektleiter Sven Zivanovic ebenfalls an dem Gespräch teilnahm.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, warum klassische Gründungsförderung den besonderen Anforderungen von Sozialunternehmen häufig nicht gerecht wird und weshalb gemeinnützige Organisationen oft nicht in die Logik herkömmlicher Wirtschaftsförderung passen.
Norbert Kunz betonte, dass neben der Frage nach dem Ertrag auch Wirkungsgesichtspunkte stärker berücksichtigt werden müssten. Ebenso wurde darüber gesprochen, welche Unterstützung vonseiten der Politik hierfür notwendig ist und welche wichtige Rolle starke Netzwerke zwischen unterschiedlichen Akteur:innen spielen.
„Sozialunternehmertum ist keine Träumerei“
Michael Thurn (Leitung Katholische Stadtkirche Frankfurt) und Rahel Reichelt (Villa Gründergeist) gingen in diesem Zusammenhang auf die Villa Gründergeist als Ort ein, an dem Zukunftsfragen von Gesellschaft und Kirche gemeinsam behandelt werden, aus der Überzeugung heraus, dass nur gemeinsam nachhaltige und wirksame Antworten gefunden werden können.
Staatsminister Mansoori hörte aufmerksam zu und stellte interessierte Nachfragen. Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung von Sozialunternehmen brachte er mit den Worten auf den Punkt: „Es gilt herauszustellen, dass Sozialunternehmertum keine Träumerei ist, sondern einen ökonomischen Mehrwert hat.“
Er kündigte an, auch künftig den Austausch mit Sozialunternehmer:innen fortzusetzen und die gewonnenen Einblicke an den entsprechenden Stellen einzubringen. Am Ende stand der Dank an Wirtschaftsminister Mansoori für seinen Besuch und das offene, wertschätzende Gespräch und die Vereinbarung, weiter im Austausch zu bleiben.
Text: Rahel Reichelt