Montabaur, 08.04.2026
Abschied von Anton Jonietz
Anton Jonietz wurde am 11. Januar 1951 in Kniedorf/Oberschlesien geboren. Dort besuchte er von 1957 bis 1964 die polnische Volksschule und anschließend das Gymnasium, an dem er 1968 die Hochschulreife erlangte.
Von Oberschlesien nach Westdeutschland
Nach seiner Schulzeit studierte er Theologie in Neiße und Oppeln. Er wurde am 28. April 1974 in Oppeln zum Priester geweiht. Anschließend diente er zunächst für drei Jahre als Vikar in der Pfarrei Oppeln.
1977 wechselte er in die Kreuzkirche nach Weihendorf im Kreis Ratibor. Am 20. Oktober 1978 reiste er als Urlauber nach Westdeutschland und ließ sich in Friedland als Aussiedler registrieren. Im Anschluss war er im Erzbistum Paderborn zuhause, bevor er 1980 ins Bistum Limburg wechselte.
Nach einer Krankheitsvertretung des Pfarrers in Johannisberg, trat er zum 1. November 1980 die Kaplanstelle in Höhn-Schönberg an. 1981 folgte das Amt des Pfarrverwalters, sowie bis 1983 eine weitere Kaplanstelle in Bad Schwalbach. Jonietz legte 1986 sein Pfarrexamen ab und wurde daraufhin Pfarrer der Pfarreien St. Adelphus in Salz und St. Ägidius in Berod. 1999 folgte die Inkardination im Bistum Limburg.
Dekanat in Meudt und späte Jahre
Mit Beginn des Jahres 2001 wurde Jonietz Dekan im Pastoralraum Meudt, wo er 2005 zusätzlich das Amt des priesterlichen Leiters antrat. 2013 gab Jonietz die Pfarrei St. Ägidius ab. Mit Ende des Jahres 2015 ging Jonietz in den Ruhestand. Er war noch viele weitere Jahre in der Seelsorge der neu gegründeten Pfarrei Liebfrauen in Westerburg aktiv. 2023 feierte Jonietz sein 40-jähriges Ortsjubiläum in Salz, sowie 2024 sein Goldenes Priesterjubiläum.
2025 wurde bei Jonietz eine schwere Krebserkrankung diagnostiziert. Die Krankheit machte es ihm unmöglich, weiter in der Seelsorge aktiv zu sein. Er besuchte jedoch weiterhin regelmäßig die Gottesdienste seiner Gemeinde, bis ihm auch dies gesundheitlich nicht mehr möglich war. Nach einem Sturz in der Osternacht dieses Jahres wurde Jonietz mit einem Oberschenkelhalsbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Er entschlief am Morgen des Ostermontags friedlich in der Montabaur Klinik.
Als Fremder gekommen, als Vertrauter gegangen
Pfarrer Jonietz kam als Aussiedler in das Bistum Limburg. Es war ein neuer Anfang in einer fremden Umgebung für ihn. Trotz der anfänglichen Sprachbarriere schätzten ihn seine Mitmenschen in Salz bald sehr und der Westerwald wurde ihm eine neue Heimat.
Über mehrere Generationen hat er Menschen durch seinen priesterlichen Dienst begleitet. Er war überzeugt, dass die Menschen einander brauchen und vermittelte diese Überzeugung seinem Umfeld. Für dieses Engagement und seinen treuen Dienst an der Gemeinde wird Jonietz den Menschen in Erinnerung bleiben.
Requiem und Beisetzung
Das Requiem wird am Freitag, 10. April 2026, um 14.30 Uhr in der Kirche St. Adelphus in Salz/Westerwald (Hauptstraße 24) gefeiert. Anschließend findet die Beerdigung auf dem Friedhof (St. Leonhard-Straße) in Salz statt.
Priester und Diakone sind eingeladen, in Chorkleidung teilzunehmen.