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08.03.2013

Hinter mich - Folge mir nach

Fünfter Tag der Heilig-Land-Wallfahrt 2013

TABGHA - "In der Taufe hat Gott jeden von uns berufen ihm nachzufolgen. Er hat uns bei unserem Namen genannt und versichert uns, dass er uns liebt", erklärt Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst. Am fünften Tag, Freitag, 8. März, der Heilig-Land-Wallfahrt 2013 riefen sich die einhundert Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum Limburg diese Zusicherung Gottes, die in der Taufe grundgelegt ist, neu in Erinnerung. Am Ufer des Jordan, dem Fluss in dem Jesus von Johannes getauft wurde, feierten sie gemeinsam Eucharistie und Tauferneuerung. Der Jordan gilt im Heiligen Land als Fluss des Lebens und als Quelle des Glaubens. Mit Blick auf den Fluss und auf die biblische Erzählung der Taufe Jesu, war diese besondere Feier für die Teilnehmer sehr bewegend. Fast schien es so, als würden sie selbst in den lebendigen Fluss eintauchen.

"Unsere Tauferneuerung hier kann zu einem Scheitelpunkt in unserem Leben werden", sagte der Bischof in seiner Predigt. Hier werde deutlich, dass Jesus Christus selbst die Quelle allen Lebens ist. Er rufe an und sage einer jeden und einem jeden: "Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter. Folge mir nach". "Als getaufte Christen müssen wir uns jeden Tag neu fragen, was dieser Zuruf des Gottessohnes für uns bedeutet", so Tebartz-van Elst. Es gelte, sich jeden Morgen neu auf die Suche nach Christus, der Quelle, zu machen. Dies könne im täglichen Hören des Wortes Gottes und im Gebet gelingen. "Wir müssen das Wort Gottes immer wieder neu hören, es wieder und wieder lesen, weil man damit nicht einfach mal schnell fertig wird", so der Bischof. Das Wort Gottes sei der unmittelbare Anruf an den Menschen heute, auf den er im Gebet antworten könne. So könne es zur Nahrung werden, die auf den Weg zum anderen führe.

Die Quelle zu finden, bedeute in den Strom des Lebens einzutauchen, in dem auch Jesus eingetaucht sei. "Die Taufe ist ein Geschenk und die Frucht von Ostern. Sie will uns Kraft für den Alltag geben", betonte Tebartz-van Elst. Wer den Weg zur Quelle gefunden habe, müsse ihn und die Quelle aber auch pflegen. Er müsse die Kraft des Flusses, die Kraft der Quelle spüren und dürfe nicht darin stehenbleiben. "Christen stellen sich mit ihrem Glauben an Gott heute oft gegen den Strom, wenn sie davon sprechen und sich nicht im Mainstream treiben lassen", so der Bischof. Wer standhaft sei, trete hinter Christus und folge ihm nach.

Nach der Eucharistiefeier machten sich die Pilgerinnen und Pilger auf den Weg zu einer der drei Quellen des Jordan. In Banjas brachen sie zu einer geistlichen Wanderung zum Banjas-Wasserfall auf. Auch hier wurden ihnen die Bedeutung des Wassers und die Lebendigkeit der Quelle deutlich.

Am sechsten Tag der Heilig-Land-Wallfahrt bricht die Gruppe nach Jerusalem auf und verlässt ihr Quartier in Tabgha am See Genezareth. (StS)

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