16.02.2013
Charismen wahrnehmen und fördern
LIMBURG - Am Samstag, 16. Februar 2013, trafen der Priesterrat und der Diözesansynodalrat mit Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst zu einer Klausurtagung zusammen. Am Ende des offenen und konstruktiven Gesprächs wurde folgende Verlautbarung beschlossen:
Das Zweite Vatikanische Konzil, dessen Jubiläum wir begehen, weist darauf hin, dass die Kirche ihre Sendung nur erfüllen kann, wenn das ganze Gottesvolk und jedes seiner Glieder die Verantwortung dafür erkennt und übernimmt (PO Nr. 2). Der gemeinsame Weg der Verantwortung aller Christinnen und Christen für die Sendung der Kirche in die Welt hat im Bistum Limburg eine jahrzehntelange, gute Tradition und ist in der Synodalordnung fest verankert.
Bischof, Priesterrat und Diözesansynodalrat sehen die Synodalordnung auch für die Zukunft als die unerlässliche Basis des Miteinanders zwischen Amt und Mandat an. Gerade bei gewichtigen Entscheidungen, insbesondere bei der Festlegung von Zielen und Prioritäten der Pastoral, ist es auch künftig nötig, der Meinungsbildung insbesondere in den vorgesehenen Gremien einen breiten Raum zu geben und einen möglichst weitgehenden Konsens anzustreben. Die gemeinsame Verantwortung aller Christen schließt Majorisierungen aus und erkennt die Letztverantwortung des Bischofs an, zugleich verlangt sie einen Leitungsstil, der die Charismen der ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden wahrnimmt und fördert. So werden sie ermutigt, die Verantwortung, die ihnen für die Sendung der Kirche kraft Taufe und Firmung gegeben ist, zu erfüllen.
Priesterrat und Diözesansynodalrat haben mit Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst über Fragen der Liturgie, auch im Zusammenhang mit dem Hirtenbrief „Gott loben und die Menschen lieben. Liturgie als heiliger Dienst" gesprochen. Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass über die angesprochenen Themen, z.B. über den Stellenwert sonntäglicher Wort-Gottes-Feiern, noch weiter in den diözesanen Gremien zu sprechen sein wird.
Es ist ausdrücklicher Wunsch aller Beteiligten, das gemeinsame Gespräch dieser beiden Gremien mit dem Bischof regelmäßig zu führen.