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06.09.2017

Von Heimat, Hate Speech und Ökumene

Kreuzwoche im Bistum Limburg ab dem 10. September

Die Kreuzwoche wird ab dem 10. September in Limburg gefeiert. Der Tag der Frauen beispielweise kreist in diesem Jahr um das Thema "Prophetin sein".

LIMBURG.- Mitte September ist es wieder soweit: Das Bistum Limburg feiert die Kreuzwoche. Dabei stehen eine Woche lang von Tag zu Tag verschiedene Themen wie Beispielsweise Sprache, Heimat oder Ökumene, sowie verschiedene Zielgruppen im Mittelpunkt. Die Kreuzwoche beginnt am Sonntag, 10. September, mit dem Tag der Pfarrgemeinderäte. Sie endet am Sonntag, 17. September, mit dem Kreuzfest, das in diesem Jahr zusammen mit dem Hildegardisfest in Eibingen gefeiert wird. Eröffnet wird die Kreuzwoche von Weihbischof Dr. Thomas Löhr am 10. September um 18.30 Uhr im Limburger Dom. Die Predigt hält Domdekan Dr. Günther Geis, Bischofsvikar für den synodalen Bereich. Bischof Dr. Georg Bätzing wird am Kreuzfest und Hildegardisfest teilnehmen. Während der Kreuzwoche ist er in Rom bei einem Kurs für neu geweihte Bischöfe. 

"Wozu sind wir heute als Kirche berufen an unseren je eigenen Orten?", - das fragt der Bischofsvikar für den synodalen Bereich, Prälat Dr. Günther Geis, in der Einladung zum diesjährigen Tag der Pfarrgemeinderäte am Sonntag, 10. September. Ab 13.30 Uhr geht es in der Limburger Stadthalle darum, wozu die Kirche heute da ist. Gerade die Mandatsträger in den Pfarrgemeinderäten schulterten in Umbruchszeiten eine große Verantwortung, schreibt Geis. Es soll an diesem Tag auch um Optionen gehen, diesen anspruchsvollen Weg leichter zu meistern. Zum Abschluss des Tages eröffnet Weihbischof Löhr die Kreuzwoche mit einem Hochamt im Limburger Dom um 18.30 Uhr. Anmeldungen sind bis zum 1. September per Mail an synodalamt(at)bistumlimburg.de, per Fax unter 06431-295426, telefonisch unter 06431-295473 oder postalisch (Bischöfliches Ordinariat Limburg, Diözesansynodalamt, Postfach 1355, 65533 Limburg) möglich.

Herausforderung in der Sprache: auf dem Schulhof und im Klassenzimmer

Am Dienstag, 12. September, sind alle Religionslehrer und Erzieher aus dem Bistum Limburg in die Stadthalle nach Limburg eingeladen. Zum Thema Sprache stellen sich die Pädagogen der Frage, wieviel Sprachsensibilität der Religionsunterricht braucht. Der Tag der Religionspädagogik beginnt um 9 Uhr. "Pädagogisch sind wir durch und in Sprache täglich herausgefordert: auf dem Schulhof, im Internet und im Klassenzimmer", schreibt der zuständige Dezernent, Andreas von Erdmann. "Die sogenannte "hate speech" ist eine gesellschaftliche Wirklichkeit geworden. Aber auch ihr Gegenteil, die Frohe Botschaft, ist nicht anders als in Sprache zu haben. Wir sind verstrickt." Diese Verstrickung wird einerseits im Impulsreferat von Georg Langenhorst, andererseits auch in den Arbeitsgruppen am Nachmittag aufgegriffen. Um 16.30 Uhr überreicht Generalvikar Wolfgang Rösch die Missio Canonica im Limburger Dom an mehr als 60 neue Religionspädagogen. Anmeldeschluss ist der 4. September. Anmeldungen sind per Post, per Mail (schule(at)bistumlimburg.de) oder per Fax (06431-295237) möglich.

Im Zeichen der Prophetin steht der Tag der Frauen in diesem Jahr. Unter dem Motto "Mit neuer Geistkraft erfüllen" geht es darum, wie Frauen als Prophetinnen berufen sind und welche Chancen dieses "Prophetin-sein" mit sich bringt. Alle interessierten Frauen sind am Mittwoch, 13. September, zu diesem Tag eingeladen. "In der Taufe hat Gott jede einzelne von uns als Tochter angenommen und erfüllt vom Geist sind wir seitdem auserwählt", heißt es in der Einladung zu diesem Tag. "Die Taufe verbindet uns mit den evangelischen Schwestern und daher wollen wir diesen Tag mit Ihnen zusammen feiern", schreibt Dr. Beate Gilles. Die Frauen erwartet ab 13.30 Uhr ein vielfältiges Programm in der Stadthalle in Limburg mit Tischrede, Kaffeeklatsch und kreativen Workshops. Im Foyer der Stadthalle informieren zudem Einrichtungen und Verbände der Frauenarbeit. Nach einem ökumenischen Gottesdienst um 17.30 Uhr mit Weihbischof Dr. Thomas Löhr und der stellvertretenden Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf, im Limburger Dom gibt es einen Empfang im Bischofshaus. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es entstehen keine Teilnahmekosten.

Jeder braucht eine Heimat

"Heimat endet weder am eigenen Gartenzaun noch an Ländergrenzen": Der Tag der Caritas am Donnerstag, 14. September, beschäftigt sich mit dem Thema "Heimat". Gastredner bei der Veranstaltung in der Limburger Stadthalle ab 17.30 Uhr sind die Vorstandsvorsitzende für Sozial- und Fachpolitik im Deutschen Caritas-Verband, Eva Maria Welkop-Deffaa, und die Poltitologin und Journalistin Jenny Schuckardt. "Jeder braucht eine Heimat - wir und auch diejenigen, die vor Krieg und Terror geflüchtet sind, auf der Suche nach einer neuen oder ihrer verlorenen Heimat. Heimat darf nicht dazu missbraucht werden, Menschen auszugrenzen und zu diffamieren", schreiben Monsignore Michael Metzler, Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes Limburg, und Dr. Hejo Manderscheid, Diözesancaritasdirektor in der Einladung. Der Tag der Caritas beginnt mit einem Gottesdienst um 16 Uhr im Limburger Dom. Anmeldungen sind bis zum 5. September möglich per Post (Caritasverband für die Diözese Limburg e.V., Doris Fuchs, Stichwort: "Tag der Caritas", Graupfortstr. 5, 65549 Limburg) oder per Mail (doris.fuchs(at)dicv-limburg.de).

Im Jahr des Reformationsjubiläums steht der Tag der Orden am Freitag, 15. September, im Zeichen der Ökumene. Unter dem Titel "Gemeinsam unterwegs - Lebendig gestaltete Ökumene" beginnt der Tag der Orden mit einer Eucharistiefeier in der Stadtkirche in Limburg. Zelebrant ist Weihbischof Dr. Thomas Löhr, Bischofsvikar für die Orden und geistlichen Gemeinschaften. Danach sind alle Ordensleute und Interessierte in die Stadthalle eingeladen. Ein Impulsreferat halten Bruder Christian Hauter, Prior der Christusträger-Bruderschaft Kloster Tiefenstein, und Schwester Michaela Klodmann, Priorin der Jesusbruderschaft Gnadenthal. Am Nachmittag stehen verschiedene Workshops zur Auswahl, beispielsweise Lebendig gestaltete Ökumene im Singen, im kreativen Schreiben eines Psalms oder im Bibliodrama. Der Abschlussgottesdienst um 15 Uhr steht unter dem Leitwort "Es gibt nur einen Segen, den, der uns in Jesus Christus gegeben ist." Dieses Leitwort hat der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm beim Evangelischen Kirchentag in Berlin geprägt. "Schließen wir also den Tag ab mit einem Gebet, in dem wir unsere Schritte auf dem Weg lebendig gestalteter Ökumene unter den gemeinsamen Segen Gottes stellen", schreiben der Vorstand des XII. Ordensrates im Bistum Limburg, Weihbischof Thomas Löhr und Ordensreferentin Sr. Agnes Lanfermann MMS. Interessierte können sich bis zum 4. September per Mail (c.zelba(at)bistumlimburg.de) oder per Post (Bischöfliches Ordinariat Limburg, Ordensreferat, Postfach 1355, 65533 Limburg) anmelden.

Am Kreuzfest-Sonntag, 17. September, lädt die Diözese zu Kreuzfest und Hildegardisfest nach Eibingen ein. Alle Informationen zur Kreuzwoche 2017 mit Programm-Flyern zu den einzelnen Thementagen finden sich auf der Seite www.kreuzfest.bistumlimburg.de. (fes)

Hintergrund: Im Jahr 1959 wurde das Kreuzfest der Katholiken im Bistum Limburg zum ersten Mal gefeiert. Von Anfang an war es mit der vorausgehenden Kreuzwoche als eine Art Diözesan-Katholikentag gedacht. Die Kreuzwoche ist eine Veranstaltungswoche, die sich verschiedenen Zielgruppen zuwendet. An insgesamt fünf Tagen besteht die Gelegenheit, sich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Höhepunkt der Kreuzwoche ist das Kreuzfest.