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14.01.2016

Sternsinger-Segen für Rheinland-Pfalz

Gruppe aus dem Kannenbäckerland vertritt das Bistum Limburg

Elf Sternsinger aus der Pfarrei St. Peter und Paul im Kannenbäckerland haben das Bistum Limburg beim traditionellen Sternsingerempfang der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin vertreten. (Fotos: S. Schnelle/Bistum Limburg)

MAINZ.- Elf Sternsinger aus der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul im Kannenbäckerland haben das Bistum Limburg beim traditionellen Sternsingerempfang der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin, Malu Dreyer, vertreten. Gemeinsam mit Sternsingern aus den Diözesen Mainz, Speyer und Trier waren sie am Mittwoch, 13. Januar, in der Staatskanzlei in Mainz zu Gast und gaben der Ministerpräsidentin und der gesamten Landesregierung ihren Sternsinger-Segen "Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus" weiter. 

"Ihr Sternsinger tut der Landeschefin und der gesamten Landesregierung gut", begrüßte die Ministerpräsidentin die Mädchen und Jungen. In der Staatskanzlei werde viel für das Land und die Menschen gearbeitet. Der Besuch der Sternsinger mache aber jedes Jahr neu bewusst, dass ohne Gottes Segen all dies vergebens wäre. Ausdrücklich lobte Dreyer das Engagement der Sternsinger in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland. "Ich finde es beeindruckend und beispielhaft, wie Ihr Euch für eure Mitmenschen einsetzt, von Haus zu Haus zieht und Spenden für ein Land sammelt, in dem es vielen Kindern nicht so gut geht. Großen Respekt und herzlichen Dank dafür", sagte die Landeschefin.

Die Sternsinger Sarah Lenz (10), Johanna Faust (9), Merle Fries (8), Benedict Schneider (8), Johanna Kloft (13), Henriette (5) und Xanten (7) Wolf, Hanna (10) und Judith (8) Schnelle sowie Dominik (9) und Patrick (8) Jahns aus dem Kannenbäckerland hatten die Aufgabe übernommen, die diesjährige Kampagne der Aktion Dreikönigssingen vorzustellen. Unter dem Leitwort "Segen bringen - Segen sein. Respekt für dich. Für mich, für andere - in Bolivien und weltweit" sammelten die Kinder und Jugendlichen zum Jahresbeginn Spenden, damit Diskriminierung und Ausgrenzung in Bolivien, einem der ärmsten Länder in Lateinamerika, überwunden werden.

Aktion hat Platz im konkreten Leben

Zum 58. Mal waren bundesweit mehr als 330.000 Sternsinger und 90.000 Begleiter unterwegs, um die Aktion zu unterstützen. "Seit einigen Monaten ist das Sternsingen ein sogenanntes immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO und macht deutlich, dass hier ein wichtiger Brauch gepflegt wird, der aber nicht ins Museum gehört, sondern seinen Platz im konkreten Leben hat", erklärte Uwe Michler, der Diözesanjugendseelsorger und Präses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Limburg. In seinem Grußwort ging er auf das Leitwort der Aktion ein und machte deutlich, dass Respekt etwas mit Aufmerksamkeit, mit der Fähigkeit, sich anderen zuzuwenden, zu tun habe. "Ihr, liebe Sternsinger, macht durch euren Einsatz deutlich, dass unser Respekt nicht nur den Menschen gilt, die hier in Deutschland oder Europa leben, sondern jedem Menschen als Gottes Geschöpf", lobte Michler. Christen dürften und könnten nicht einfach die Herzen und Türen vor Menschen verschließen, die wegen Terror und Krieg in Deutschland Zuflucht suchen. Es sei zudem wichtig, Menschen, dort wo sie leben, zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zur Teilhabe und Bildung zu geben.

Auf die besondere Situation der Flüchtlinge gehen der BDKJ und das Kindermissionswerk zurzeit mit der Aktion "Leben retten" ein, die der Ministerpräsidentin und den Mitarbeitern der Staatskanzlei beim Sternsingerempfang ebenfalls vorgestellt wurde. Die Sternsinger haben eine Holzplanke gestaltet und von der Landeschefin unterschreiben lassen. Die Holzplanke weist auf die vielen Flüchtlinge hin, die übers Mittelmeer in einfachen Holzbooten nach Europa kommen wollen, und dabei enormen Gefahren ausgesetzt sind. Aus vielen einzelnen Holzplanken wird nun ein großes symbolisches Boot entstehen, das Politikern und anderen Verantwortlichen zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2016 präsentiert wird. Wegschauen soll so unmöglich werden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.sternsinger.org. (StS)

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