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09.07.2016

Spaß, Gemeinschaft und ein Weltrekord

Erster Ministrantentag im Bistum Limburg mit 818 Messdienern

Mehr als 800 Messdiener aus dem gesamten Bistum kamen zum ersten Ministranten-Tag nach Limburg. (Fotos: Matena/Bistum Limburg)

LIMBURG.- Mehr als 800 Messdiener aus dem ganzen Bistum haben am Samstag, 9. Juli, den ersten Ministrantentag im Bistum Limburg gefeiert. Im Garten des Priesterseminars erprobten sie an verschiedenen Stationen ihre Mini-Kenntnisse, tobten und hatten Spaß in der Gemeinschaft. Am Nachmittag feierten sie mit Weihbischof Manfred Grothe einen Gottesdienst im Dom. Dabei stellten sie den Weltrekord für den größten Einzug in einen Gottesdienst auf.

Jody Antony, Referent für Ministrantenarbeit im Bistum Limburg, bewertet den Tag als vollen Erfolg: "Wir vom Referat bewerten den Tag als vollen Erfolg. Die Kinder haben Spaß und genau darum geht es. Das Fest ist ein Dankeschön für den wichtigen Dienst, den die Jungen und Mädchen Woche für Woche verrichten."

Neuauflage der Spielshow "Takeshi's Castle"

Bei Bubble-Soccer, Blind-Fußball und auf der Hüpfburg tobten die Messdiener im Garten des Priesterseminars. In einer aufblasbaren Plastikblase überwanden mutige Messdiener einen Hindernisparcours oder bewiesen ihre Kraft beim elektronischen Bullenreiten. Für jeden Geschmack wurde etwas geboten, neben den actiongeladenen Spielen konnten die Jungen und Mädchen auch Anstecker, Tragetaschen und Bilderrahmen basteln. Auch Ministranten-Wissen war gefragt, bei "1, 2 oder 3" und dem Liturgie-Quiz mussten Fragen rund um Kirche und Ministranten-Arbeit beantwortet werden.

Eine Neuauflage erlebte die japanische Spielshow "Takeshi's Castle" aus den 80er Jahren. Ähnlich wie in der TV-Sendung mussten Ministranten Papiertüten, die sie auf Helmen trugen, mit Wasserpistolen durchlöchern.

Luise, Jana und Laura (alle 9 Jahre alt) aus Montabaur sind begeistert. "Am besten gefallen hat uns bisher die Probier-Station. Da musste man blind verschiedene Sachen probieren, ich hatte ein Gummibärchen mit Brezel", erzählt Laura. "Jetzt gehen wir gleich zur Hamburger-Station und essen Mittag. Danach wollen wir vielleicht noch ein bisschen basteln, aber wir müssen uns beeilen, heute Nachmittag ist ja noch Gottesdienst"

Grothe bekam Schelte vom Pfarrer

Die Band spielte zum Einzug "ein Hoch auf uns". Das Lied musste mehrere Male wiederholt werden, bis die 230 Meter lange Prozession der Messdiener in den Dom eingezogen war - auf dem Domberg applaudierten Angehörige und Touristen spontan den Jungen und Mädchen, die mit "Bistum Limburg"-Rufen in den Dom einzogen.

In einer Katechese befragte Jody Antony den Administrator nach seiner eigenen Ministranten-Zeit. Die Jungen und Mädchen lachten, als der 77-Jährige erzählte, sein liebster Dienst sei der Weihrauch gewesen. "Manchmal haben wir da auch Schelte vom Pfarrer bekommen, wenn wir zu viel mit dem Weihrauch gequalmt haben", schmunzelte Grothe.

Der Weihbischof betonte, dass unter den verschiedenen Diensten, die es gäbe, der Messdienst der größte sei. "Wir Messdiener stehen nie für uns alleine. Wenn ihr zum Altar geht, dann tut ihr das im Namen der Gemeinde." Auch für ihn persönlich sei es eine große Freude, an diesem Tag hier zu sein, so Grothe: "Ihr kommt aus der ganzen Diözese. Und die Diözese freut sich, dass ihr hier seid, um gemeinsam zu feiern." (hm)

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