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12.10.2017

Sich der ökologischen Verantwortung stellen

Generalversammlung von Kolping International in Peru

Rund 200 Delegierte aus 43 Ländern Europas, Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sind in der peruanischen Hauptstadt Lima zur Internationalen Generalversammlung von Kolping International zusammen gekommen. Fotos: Kolping

WIESBADEN/LIMBURG. - Rund 200 Delegierte aus 43 Ländern Europas, Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sind in der peruanischen Hauptstadt Lima zur Internationalen Generalversammlung von Kolping International  zusammen gekommen. Das Kolpingwerk Deutschland entsandte als mitgliedsstärkster Nationalverband 34 Delegierte, darunter Stefan Fink, Diözesanvorsitzender und Vorsitzender der Kolpingfamilie Wiesbaden-Zentral. Im Zentrum der Beratungen stand ein Grundsatzpapier zum Selbstverständnis des Verbandes, um sich , so das erklärte Ziel, „fit für die Zukunft“ zu machen. Um weiterhin leistungsstark und attraktiv für Mitglieder zu bleiben, brauche der traditionsreiche Verband ein modernes Gesicht sowie zeitgemäße Strukturen, Vernetzungsformen und Kommunikationswege.

Inhaltlich will sich der Verband künftig noch intensiver seiner ökologischen Verantwortung stellen. Nachhaltiges Handeln soll in den 62 Mitgliedsländern bewusst gefördert, die weltweite Projektarbeit durch eine stärkere Berücksichtigung ökologischer Aspekte noch ganzheitlicher ausgerichtet werden. Inspiration und Anstoß dafür war die Umweltenzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus sowie die Lage der Menschen im Amazonasgebiet, der „grünen Lunge“ unserer Erde. Deutlich auch der Appell von Generalpräses Monsignore Ottmar Dillenburg und Generalsekretär Dr. Markus Demele an die Delegierten, in ihren Nationalverbänden die Mitgliederwerbung zu forcieren: Nur mithilfe einer starken Verankerung in der Bevölkerung der jeweiligen Länder könne es Kolping gelingen, als gesellschaftspolitischer „Player“ relevant zu bleiben; andernfalls drohe „eine Rolle an der Seitenout-Linie“ als bloßer Träger von Häusern und Einrichtungen.

Im Anschluss begab sich ein Großteil der deutschen Delegation auf eine Rundreise durch die Anden in Peru, die sie nach Cusco, Arequipa, Urubamba, hinauf auf den Machu Pichu bis hin zum Titicaca-See, der schon an Bolivien grenzt,  führte. (pm) 

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