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11.10.2017

Obidos und Batalha

Vierter Tag der Fatima-Wallfahrt

Das ehemalige Dominikanerkloster in Batalha zählt zum Weltkulturerbe. (Fotos: Bistum Limburg)

OBIDOS/PENICHE.- Am vierten Tag (Dienstag, 10. Oktober) hat die Wallfahrt der Bistümer Limburg und Fulda nach Fatima ihre Mitte erreicht. Die Pilgergruppe nutzte den Tag, um in Obidos und Batalha auf den bisherigen Pilgerweg zurückzuschauen und um für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu beten.

In der Pfarrkirche Santa Maria von Obidos feierten die Pilger gemeinsam Gottesdienst und genossen die malerische Altstadt sowie den mittelalterlichen Ortskern mit seinen schmalen Gässchen und den weiß getünchten Häusern. Berühmt ist der Ort auch wegen seiner begehbaren Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert.

In der Predigt machte Pfarrer Winfried Bittner deutlich, wie wichtig Umkehr, Selbstreflexion und Buße für den Frieden und für mehr Gerechtigkeit in der Welt seien. "Wir können durch unser Leben, durch unsere Umkehr die Welt verändern", sagte der Seelsorger. Er knüpfte dabei an die biblische Erzählung von der angekündigten Zerstörung Ninives durch den Zorn Gottes an, die der Lesungstext des Tages neu ins Bewusstsein der Pilger rief. Das Volk von Ninive sei vom Weg der Gerechtigkeit und des Friedens abgekommen und habe sich von Gott entfernt. Daraufhin sei der Prophet Jona in die Stadt geschickt worden und habe dem Volk das Urteil Gottes verkündet. "Das Wort Gottes, das dem Volk durch den Propheten vermittelt wurde, fiel auf fruchtbaren Boden. Die Menschen erinnerten sich an die Liebe Gottes und kehrten, berührt im Herzen, um. Diese wahre, tiefe Umkehr rettete Stadt und Volk", so Bittner.

Von Obidos ging es weiter nach Batalha. Hier besuchten die Pilger das eindrucksvolle ehemalige Dominikanerkloster, das seit 1983 zum Unesco-Weltkulturerbe zählt und wohl der schönste gotische Bau Portugals ist.

Am Mittwoch, 11. Oktober, werden die Pilger die alte Maurenstadt Sintra und den Klosterpalast in Mafra besuchen. (StS)


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