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30.09.2013

Notfallseelsorger schätzen den Teamgeist

Bei Begegnungstag in Nastätten lernen sich erfahrene und neue Einsatzkräfte kennen

Neue Einsatzjacken und neue Gesichter: Am Samstag, 28. September, trafen sich erfahrene und neue Notfallseelsorger aus dem Rhein-Lahn-Kreis in Nastätten zu einem Begegnungstag.

RHEIN-LAHN - Teamgeist wird bei der Notfallseelsorge (NFS) Rhein-Lahn großgeschrieben. Das sollen auch die mehr als ein Dutzend Frauen und Männer erfahren, die seit Anfang dieses Jahres eine Seelsorge-Ausbildung absolvieren und im November als neue Notfallseelsorger beauftragt werden. Deshalb hatte NFS-Leiterin Pfarrerin Ulrike Braun-Steinebach, am Samstag, 28. September, zu einem Begegnungstag zwischen neuen und langjährigen Mitarbeitern ins evangelische Gemeindehaus nach Nastätten eingeladen.

Sich bei kreativen Aufgaben kennen lernen und ins Gespräch miteinander kommen war Sinn des Austausch, an dem rund 20 Kräfte teilnahmen. "Es ist toll wie immer", meinte etwa Fred-Rainer Putschies aus Eppenrod während der Begegnung, der ab November seinen Dienst beginnt und einmal mehr vom Teamgeist begeistert ist, der in der Runde der künftig insgesamt 32 Frauen und Männer zählenden Gruppe herrscht. Auch dass die Konfessionszugehörigkeit für den Dienst keine Rolle spielt, animierte ihn zur Ausbildung. "Man muss sich hier nicht als Einzelkämpfer vorkommen, sondern empfindet auch die Rückmeldungen in der Gruppe als sehr bereichernd und angenehm", so der Berufssoldat, der nicht zuletzt durch die Auslandseinsätze von Kameraden weiß, wie wichtig die seelische Betreuung sein kann.

Wie Putschies hatte auch Hildegard Dexelmann aus Lahnstein Ende vergangenen Jahres aus der Zeitung erfahren, dass die Notfallseelsorge im Rhein-Lahn-Kreis Verstärkung sucht. Die ehemalige Lehrerin an einer Schule für Kinder mit einer Behinderung weiß aus ihren Berufsjahren, wie wichtig seelische Stabilität ist und wie schnell sie verloren gehen kann. "Es ist eine gute Sache, Menschen in Grenzsituationen des Lebens zu begleiten und zu versuchen, ihnen Halt zu geben." Dass die Notfallseelsorge ein ökumenisches Angebot ist, freut sie besonders. "Für mich bedeutet das auch, ein Stück Evangelium zu leben", so die Katholikin.

"Mir ist es wichtig, dass sich die Leute untereinander kennen lernen und sich dann auch leichter tun, über ihre Einsätze oder Probleme zu sprechen", sagt Braun-Steinebach. Sie ist froh, dass mit der zu Ende gehenden Ausbildungsphase der "Ersten Hilfe für die Seele", wie die Notfallseelsorge auch bezeichnet wird, wieder neue Kräfte zum Einsatz kommen. Im Vergleich zum bisherigen Mitarbeiter-Stamm, der zum großen Teil aus Pfarrerinnen und Pfarrern besteht, nehmen im November 15 Nichttheologen ihren Dienst auf. Dadurch konnte zwar die im Laufe der letzten Jahre geschrumpfte Mitarbeiterzahl wieder aufgestockt werden; "allerdings möchte ich nach der Beauftragung im November im kommenden Jahr erneut eine Ausbildungsrunde anbieten", so Braun-Steinebach, denn die Nachfrage nach seelsorgerischer Betreuung in Krisensituation sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen.

Nicht nur neues Personal wurde am Wochenende vorgestellt. Auch äußerlich verändert sich die Notfallseelsorge. Die bislang rote Dienstkleidung wurde durch eine gelbe ersetzt, die Braun-Steinebach an die anwesenden Kräfte verteilte.

Der Beaftragungsgottesdienst für die neuen Einsatzkräfte ist am Freitag, 22. November, 18.30 Uhr in der evangelischen Kirche in Nastätten.


Weitere Informationen zur Notfallseelsorge im Bistum Limburg gibt es beim Beauftragtem für Notfallseelsorge Stephan Geller, Katholisches Bezirksbüro Westerwald, Auf dem Kalk 11, 56410 Montabaur, Telefon (0 26 02) 68 02 0. 

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