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12.08.2017

Nach 150 Kilometern am Ziel

Bischof feiert mit Pilgern Abschlussmesse der Fußwallfahrt

Wetterfeste Pilger am Ziel: Die Fusswallfahrt durchs Bistum führte in diesem Jahr von Battenberg nach Limburg. (Fotos: fl/Bistum Limburg)

BATTENBERG/ FUSSINGEN/ LIMBURG.- Wanderschuhe poltern in den Kirchenbänken, Outdoor-Jacken rascheln und Rucksäcke stehen in den Seitenschiffen der Stadtkirche Limburg: Die Pilger der Fußwallfahrt durchs Bistum sind nach 150 Kilometern am Samstag, 12. August, am Ziel angekommen: Von Battenberg aus sind sie in sechs Tagen nach Limburg gepilgert. Die letzten Tage bei starken Regenfällen und ungewöhnlich kühlen Temperaturen für August. Anerkennung dafür gab es von einem prominenten Gastpilger an diesem Tag: Von Bischof Dr. Georg Bätzing, der die Schlussetappe von Fussingen nach Limburg mitgelaufen ist. Beim gemeinsamen Abschlussgottesdienst sagte er: "Ich habe großen Respekt und Ehrfurcht davor, was Sie geleistet haben. Und Sie haben diese Wallfahrt nicht nur für sich gemacht, sie haben diese Wallfahrt auch stellvertretend für viele in unserem Bistum gemacht, für die Sie auf dem Weg gebetet haben." Insgesamt bestritten die letzte Etappe rund 75 Pilger - zu den 25 Dauerpilgern, die die ganze Strecke gemeistert haben, kamen etwa 50 Tagespilger dazu.

Mit Schritten das Reich Gottes wachsen lassen

 

In seiner Predigt hob der Bischof auf den „Weg“, auf Jesus Christus, und die Anfänge des Christentums in Korinth ab. Dort, so Bätzing, wo Paulus eine ganz andere Diaspora-Situation erlebt habe als Menschen heute im Norden des Bistums Limburg. Damit nahm er Bezug auf das Motto der Wallfahrt, die durch Diaspora-Gebiete des Bistums führte: „Aus der Peripherie zum Zentrum, aus der Zerstreuung in die Sammlung“. Diaspora bedeute „Verstreutheit“ und verweise darauf, dass beispielsweise im Bezirk Lahn-Dill-Eder wenige Katholiken leben. „Paulus hätte hier gelacht über das Wort Diaspora“, so der Bischof, lebten doch die Menschen dort mit so vielen Christen zusammen, auch wenn viele davon nicht katholisch seien.

Bätzing ermutigte die Pilger - unabhängig von ihrem Standort - ihrer eigenen Berufung zu folgen. Jesus zu folgen. „Wenn wir unsere Beziehung zu Jesus stärken und ihn in uns handeln lassen, dann wird Gottes Reich wachsen – mit unseren Gebeten, unseren Schritten und unserem Glauben.“ Am Schluss gab es einen Einzelsegen für die Pilger, und für das Vorbereitungsteam um Pfarrer Dr. Christof May aus Braunfels einen langen und kräftigen Applaus in der Stadtkirche. Auch dass der Personaldezernent der Diözese, Domkapitular Georg Franz, sich für die Pilger an die Orgel setzte, wurde mit Beifall belohnt.

Sechs Tage von Battenberg nach Limburg

Gestartet war die sechstägige Fußwallfahrt am Montag in Battenberg. Neben Bischof Bätzing schlossen sich auch weitere prominente Tagespilger für eine Etappe der Gruppe an wie am vergangenen Donnerstag die Bundestagsabgeordnete des Lahn-Dill-Kreises, Dagmar Schmidt, und der Landrat des Kreises, Wolfgang Schuster. Die Strecke führte von Battenberg, Biedenkopf und Gladenbach über Bicken, Driedorf und Fussingen nach Limburg. Bereits zum fünften Mal hat Pfarrer May eine Fußwallfahrt durch das Bistum Limburg organisiert. (fl)

 

 

 


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