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12.07.2017

Instawalk in die hintersten Winkel

Mit dem Smartphone unter #instaffmdom unterwegs

Geheime Ecken und Winkel sehen nur Instagramer (Fotos: WIese-Gutheil/Kath. Stadtkirche)

FRANKFURT.- Für Instagramer tun sich so manche verschlossenen Türen auf: Da kann man hinter Altäre blicken, in der Sakristei stöbern, die sonst Priestern und Messdienern vorbehalten ist, auf die Orgelempore klettern oder im mehr oder weniger geheimen Archiv wühlen. Und das alles mit Smartphone oder Kamera im Anschlag und dem Hashtag #instaffmdom im Sinn. Am Mittwoch, 12. Juli, hatten Frankfurter, die auf dem Medienkanal Instagram aktiv sind und dort Fotos und Videos teilen, auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Frankfurt zum ersten Mal Gelegenheit, den Kaiserdom St. Bartholomäus zu erkunden.   

Unter der kundigen Führung von Stefan Scholz, Priester am Dom, bekamen sie dazu noch einen kleinen Einblick in die Historie des Kaiserdoms, vom berühmten Maria-Schlaf-Altar von 1434 bis zum Bartholomäus-Fries im Hochchor, der Schädelreliquie des Apostels Bartholomäus oder der größten hessischen Orgelanlage. Ein modernes Kleinod, das nicht mal Kennern des Doms bekannt sein dürfte, zeigte sich in der Sakristei in einem mächtigen Schrank in der Sakristei: Halb verborgen hinter silbernen Gefäßen für den Gottesdienst steht versteckt ein WM-Fußball von 2006, über und über bedeckt von den Autogrammen bedeutender europäischer Bischöfe, die bereits im Frankfurter Dom gepredigt haben. Einer der Küster hält die wichtigen Besucher wohl zur sportlichen Unterschrift an.

Das und viele Details im Dom lockten die Instagramer, alle geheimen Ecken durch den Sucher in Augenschein zu nehmen, versteckte Winkel heranzuzoomen und immer wieder auf den Auslöser zu drücken. Das Ergebnis gibt es auf Instagram unter #instaffmdom. (dw)  

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