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12.10.2017

Herr, lehre uns beten

Fünfter Tag der Fatima-Wallfahrt

SINTRA/MAFRA.- Am fünften Tag der Fatima-Wallfahrt der Bistümer Fulda und Limburg besuchte die Pilgergruppe die Maurenstadt Sintra mit ihrem Nationalpalast und die Kleinstadt Mafra mit ihrem Klosterpalast, der das größte Gebäude Portugals ist.

Sintra ist seit 1995 Kulturlandschaft und Weltkulturerbe der Unesco. Hier besichtigten die Pilger den Nationalpalast von Sintra, die ehemalige Sommerresidenz der portugiesischen Königsfamilie. Bekannt ist das Gebäude vor allem wegen seiner großen Kamine, die auf eine riesige Palastküche hinweisen. Der Nationalpalast vereint verschiedene Baustile. Die holzgeschnitzten, tunnelförmigen Decken, die sich über die Räume wölben erinnern an arabische Einflüsse aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Seine heutige Form geht auf Manuel I. zurück, der die Ausgestaltung des Palastes im Stil der Manuelinik vornahm.

Noch bekannter wie der Nationalpalast in Sintra ist der Klosterpalast in Mafra. Er ist das größte Bauwerk Portugals und berühmt wegen seiner umfangreichen historischen Bibliothek und der Basilika, die die Mitte dieses riesigen und beeindruckenden Gebäudes bildet.

Am fünften Tag der Wallfahrt beteten die Pilger vor allem um die Einheit der Kirche. "Heute darf es kein Gegeneinander der Konfessionen und Religionen mehr geben", sagte Bischof Georg im Gottesdienst, den die Gruppe gemeinsam in der Pfarrkirche von Sintra feierte. Gewalt und Terror im Namen Gottes seien Verbrechen und stünden im Widerspruch zur Botschaft Gottes. 500 Jahre nach der Reformation seien in Deutschland viele wichtige Schritte auf dem Weg zur Einheit in den christlichen Kirchen gegangen worden. Die vollständige Einheit sei aber noch nicht möglich. "Jesus Christus wird uns die Einheit schenken, wenn wir sie sehnlichst erbeten", so der Bischof. (StS)


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