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13.10.2017

Gott nicht aus dem Spiel lassen

Sechster Tag der Fatima-Wallfahrt 2017

In Nazare kam es zum großen Pilgertreffen. Die Pilgergruppe aus Limburg und Fulda traf auf die Wallfahrer aus Trier und aus Wiesbaden. (Fotos: Bistum Limburg)

NAZARE/ALCOBACA.- Am sechsten Tag der Fatima-Wallfahrt bekam die Pilgergruppe Zuwachs. In Nazare traf die Gruppe auf mehr als 300 Pilger aus dem Bistum Trier und auf eine Gruppe aus der Pfarrei St. Bonifatius in Wiesbaden, die mit Stadtdekan Klaus Nebel auf dem Weg nach Fatima ist. In einer großen Gruppe wurde Gottesdienst gefeiert.

In seiner Predigt griff Bischof Georg die biblische Erzählung von den fünf klugen und den törichten Jungfrauen auf. Die fünf Klugen waren auf die Ankunft des Bräutigams vorbereitet. Die Törichten nicht und wurden von den Feierlichkeiten ausgeschlossen. "Unsere Erwartung an das barmherzige Handeln Jesu und der harte Ausgang der Erzählung, die für die törichten Jungfrauen nicht gut endet, stehen in einem Spannungsfeld", erklärte der Bischof. Daher werde das Ende der Erzählung in der Literatur, in der Musik oder Poesie oft ausgespart und verschwiegen. Dieses Verschweigen greife aber zu kurz. "Es gibt Leid, Terror und Bedrohung in unserer Welt. Wir haben damit zu tun. Wir tragen dafür die Verantwortung", so Bischof Georg. Die Botschaft von Fatima von Umkehr und Buße sei ganz klar und daher für nicht wenige eine Provokation. Wahrscheinlich sei sie gerade daher so aktuell wie nie. "Gott trägt uns. Er ist barmherzig. Wir müssen uns aber vorbereiten. Wir müssen den Glauben an Frieden und Freiheit in unserer Religion leben. Lassen wir Gott nicht aus dem Spiel. Dadurch bekommt Gott einen Platz in unserer Welt", so der Bischof.

Am Freitag, 13. Oktober, nehmen die Pilger an den internationalen Feierlichkeiten zum Abschluss des Fatima-Jubiläums teil. (StS)


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