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19.05.2017

Gemeinsam unterwegs

Orden gehen gemeinsam der Zukunft entgegen

Weihbischof Dr. Thomas Löhr segnete das Ignatius-Lötschert-Hauses in Gackenbach.

GACKENBACH.- Zur Übernahme des Ignatius-Lötschert-Hauses in Horbach durch die Dernbacher Gruppe Katharina Kasper zelebrierte Weihbischof Dr. Thomas Löhr einen feierlichen Gottesdienst in der katholischen Kirche in Gackenbach. In seiner Predigt griff Löhr das Bild des Lebensweges auf. "Denken wir, wenn wir unser Leben einen Weg nennen, wirklich an all das, was einen Weg ausmacht? Oder ist es doch eine Floskel?" stellt er gleich zu Beginn in den Raum, um dann das Bild des Weges von verschiedenen Seiten zu beleuchten. "Weg - das heißt: ich bin noch nicht am Ziel. Ich muss nicht immer schon perfekt sein. Das gilt für junge Leute, die sich erst noch selber finden müssen. Es gilt auch für Erwachsene, die oft viel zu ungeduldig mit sich selber sind. Oder auch mit anderen. Der Weg ist nicht das Ziel! Unterwegs darf ich noch Fehler machen. Umwege gehen und Irrwege und Sackgassen."

Den Menschen dienen - seit 165 Jahren

"Ich fühle mich doch veranlasst, Ihnen zu schreiben, was die Eröffnung des Vereines in Hillscheid gewirkt hat", zitierte Provinzoberin Schwester Simone Weber ADJC aus einem Brief Katharina Kaspers an den Bischof Peter Josef Blum aus dem Jahre 1852 (Brief 4) zu Beginn des Gottesdienstes in ihrer kurzen Ansprache. In dem Brief heißt es weiter: "Ich war selbst dort und habe der Feierlichkeit beigewohnt. Ja, ich kann sie eine Feierlichkeit nennen, und ich glaube, Hochwürdigster Herr, daß Sie kein Bedenken zu haben brauchen; denn soviel ich es erkannt und empfunden habe, hat der liebe Gott sie selbst gehalten. Gott hat den inneren Geist des Werkes hervorgerufen, und die Gemeinde war so begeistert."

Schwester Simone führte weiter aus: "Katharina Kasper, die Vorsteherin der ein Jahr zuvor gegründeten Schwesterngemeinschaft, schätzte ihn sehr. Zwei junge Leute aus dem Westerwald, die das Evangelium Jesu Christi für ihr Leben entdeckt haben, bauen gemeinsam an dem einen großen Werk: Den Menschen dienen in der barmherzigen Liebe Gottes, die in Jesus offenbar wurde."
Nun, 165 Jahre später, wurde die Fortführung dieses Werkes mit einem besonderen Ereignis gefeiert. Mit der Übernahme des Ignatius-Lötschert-Hauses der Barmherzigen Brüder von Montabaur in Horbach seien, so Bruder Michael Schmunk FFM, der Generalobere der Brüder, "die Weichen für die Zukunft gestellt oder besser gesagt für die Zukunftsgestaltung, was auch in der Geschichte beider Ordensgemeinschaften als kleines historisches Ereignis mit allerdings erkennbarem gemeinsamen Willen bezeichnet werden darf. Die heutige gemeinsame Eucharistiefeier soll auch ein Zeichen dafür sein, dass aus dem Nebeneinander ein Mit- und Füreinander der beiden Ordensgemeinschaften in dieser konkreten Form geworden ist."

Löhr segnet Haus ein

Im Anschluss an die Eucharistiefeier zogen die Gottesdienstbesucher in Prozession zum Ignatius-Lötschert-Haus hinauf. Hier wurden sie von den Heimbewohnern, die nicht in die Kirche hatten kommen können, und den Mitarbeitenden erwartet. Weihbischof Dr. Löhr segnete das Haus, seine Bewohner und die Menschen, die in diesem Haus ihren Dienst tun, bevor die Geschäftsführerin Elisabeth Disteldorf ein Wort an alle Anwesenden richtete und Heimleiter Franz Schmitz zum Zusammensein bei Westerwälder Kartoffelsuppe und Katharina-Kasper-Brot einlud. (PM: Sr. M. Theresia Winkelhöfer ADJC)