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16.04.2017

Eine Dynamik, die alles verändert

Bischof Bätzing feiert Osternacht im Limburger Dom

Mit einer Flamme des gesegneten Osterfeuers entzündet Bischof Dr. Georg Bätzing die Osterkerze. Sie ist das Symbol für den auferstandenen Christus. (Fotos: S.Schnelle/Bistum Limburg)

LIMBURG.- Ostern hat nach den Worten von Bischof Dr. Georg Bätzing eine Dynamik, die alles verändert. "Der Auferstandene und der Befreier-Gott ist ein und derselbe. Er zieht seinem Volk voran. Er ruft zum Aufbruch aus der Unfreiheit in eine neue Freiheit, aus der Enge in die Weite und Unbefangenheit der Gotteskinder, aus Fesseln der Vergangenheit in eine verheißungsvolle Zukunft", sagte der Bischof von Limburg in der Feier der Osternacht, 15. April, im Hohen Dom zu Limburg.

Er ist nicht hier. Er geht voraus

In der Osternacht werde die Stunde der Auferstehung Jesu präsent. Jesus lebe. Er lebe mitten unter den Menschen und mitten in der Welt und dennoch gelte das Wort des Engels: "Er ist nicht hier. Er geht euch voraus". Gott offenbare sich immer wieder neu. Er nehme immer neue Anläufe, sein Volk zu sammeln, zu führen und ihm sichtbare Zeichen seiner Nähe zu geben. Und Gott bleibe sich immer treu. "Als Menschen neigen wir wie alle anderen zu Sesshaftigkeit. Wir setzen auf Vertrautes und Bekanntes, das uns Sicherheit gibt. Aber der Auferstandene hat seiner Kirche die Dynamik der Nachfolge ins Stammbuch geschrieben", sagte der Bischof.

Die Zukunft ist die Zeit des Auferstandenen

Vielleicht liege der Grund dafür, dass die Kirche in ihrer jetzigen Gestalt und auch viele Gläubige in den Augen der Öffentlichkeit als rückwärtsgewandt, leblos und lieblos angesehen werden, weil sie sich allzu gerne in gute alte Gewohnheiten eingerichtet hätten, anstatt aufzubrechen, Neues zu wagen und an der Seite der Menschen von heute zu stehen. "Die Zukunft ist die Zeit des Auferstandenen, nicht die Vergangenheit. Und darum ist die Zukunft auch für uns als Kirche die kommende große Chance, nicht die Vergangenheit", sagte Bischof Georg Bätzing. (StS)

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