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07.07.2017

Dem Sankt Vincenzstift viel gegeben

Diakon Christoph Beuers in den Ruhestand verabschiedet

Abschied im Sankt Vincenzstift: Peter Kraus (Bewohner im STV), Dr. Caspar Söling, Dr. Christoph Beuers, Heike Beuers, Generalvikar Wolfgang Rösch, die Vertreter des Heimbeirates Johannes Kloft und Samara Pieri (v.l.n.r., Foto: Sankt Vincenzstift)

RÜDESHEIM/AULHAUSEN. – Im Rahmen des traditionellen Sommerfestes im Sankt Vincenzstift ist Diakon Dr. Christoph Beuers, Seelsorger und Leiter der Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Heilerziehungspflege, in den Ruhestand verabschiedet worden.  „Seit März 1983 sind sie im Vincenzstift für Menschen mit Beeinträchtigung da“, sagte Dr. Caspar Söling. „Und Sie haben jede Aufgabe durch Ihren persönlichen Einsatz bewältigt und das Sankt Vincenzstift geprägt. Dafür danken wir Ihnen herzlich.“, so der Sprecher der Geschäftsführung.  

Zunächst eingestellt als Diplom-Theologe zur religiösen Unterweisung, übernahm Beuers 1989 nach seiner Weihe zusätzlich die Aufgabe als Ständiger Diakon. 1996 erschien seine Promotion „Die frühe religiöse Sozialisation von Kindern mit geistiger Behinderung“, ab 1997 unterrichtete er zusätzlich an der Fachschule für Heilerziehungspflege. 2007 wurde er in das Kuratorium der Arbeitsstelle Pastoral für Menschen mit Behinderung der Deutschen Bischofskonferenz berufen. Darüber hinaus nahm er Lehraufträge an der Fachhochschule in Köln, in Sankt Georgen und an der Universität Frankfurt wahr.  2012 wechselte er komplett in die Fachschule, war aber weiterhin unterstützend in der Seelsorge tätig, die inzwischen aus einem fünfköpfigen Team besteht.

Perspektive für die Zukunft

Als Leiter der Fachschule begann Beuers direkt mit der Schulprogrammarbeit und den Vorarbeiten für ein Schulprofil. 2013 wurde die damalige Fachschule für Sozialwirtschaft durch eine neue Verordnung und ein neues Curriculum in die Fachschule für Sozialwesen überführt. 2014 erfolgte der Umzug aus Aulhausen in die ehemalige Leopold-Bausinger-Schule in Geisenheim, Anfang 2017 der Umzug ins die endgültigen Schulräume im roten Haus. „Ich wollte der Fachschule vor meinem Ausscheiden ein gutes Zuhause mit einer Perspektive für die Zukunft geben“, sagte Christoph Beuers bei der feierlichen Eröffnung im April. „Diese Standortsicherung ist für mich ein Qualitätsmerkmal unserer Fachschule.“

Auch die Initiative für eine mobile Fachstelle für Inklusion F.INK, die seit 2016 als Projekt einer Modellregion Inklusion von Rheingau-Taunus-Kreis und Sozialministerium tätig ist, geht auf Beuers zurück. Ebenso das mit Petra Mihali-Brühl ausgearbeitete Konzept für eine geplante Inklusionsakademie, die das Sankt Vincenzstift im roten Haus eröffnen möchte.

Wichtiger Mitstreiter

„Sie haben dem Vincenzstift und den dort lebenden Menschen sehr viel gegeben“, dankte Dr. Söling dem scheidenden 63-Jährigen. „Für mich persönlich waren sie ein wichtiger Mitstreiter bei der Aufarbeitung der Heimkinderthematik des Sankt Vincenzstiftes, in der persönlichen Begleitung ehemaliger Heimkinder und in der Durchsetzung der Stiftung Anerkennung und Hilfe, die Anfang dieses Jahres ihre Arbeit aufgenommen hat.“, sagte Söling. 

Die Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Heilerziehungspflege wird jetzt von Petra Mihali-Brühl geleitet. (pm)