Das Sakrament der Weihe

Der Katechismus der Katholischen Kirche gibt anschauliche Antworten auf Fragen zum Leben im Glauben. Die folgenden Informationen zum Sakrament der Weihe sind daraus entnommen.

Das Kompendium steht auch online auf der Seite des Vatikans zur Verfügung.

Was ist das Sakrament der Weihe?

Die Weihe ist das Sakrament, durch das die Sendung, die Christus seinen Aposteln anvertraut hat, in der Kirche weiterhin bis zum Ende der Zeiten ausgeübt wird. 

Welche Stellung hat das Weihesakrament im göttlichen Heilsplan?

Vorzeichen dieses Sakramentes sind im Alten Bund der Dienst der Leviten sowie das Priestertum Aarons und die Einsetzung der siebzig „Ältesten“ (Num 11, 25). Diese Vorzeichen finden in Christus Jesus ihre Vollendung. Er ist durch sein Kreuzesopfer der einzige „Mittler zwischen Gott und den Menschen“ (1 Tim 2, 5) und der „Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks“ (Hebr 5, 10). Das einzige Priestertum Christi wird durch das amtliche Priestertum gegenwärtig gemacht.

„Allein Christus ist wahrer Priester, die anderen aber sind seine Diener“ (hl. Thomas von Aquin). 

Was ist die Aufgabe des Bischofs in der ihm anvertrauten Teilkirche?

Der Bischof, dem eine Teilkirche anvertraut wird, ist das sichtbare Prinzip und das Fundament für die Einheit dieser Kirche, für die er als Stellvertreter Christi mit Hilfe seiner Priester und Diakone das Hirtenamt erfüllt.

Welche Wirkung hat die Priesterweihe?

Die Salbung des Geistes prägt dem Priester ein unauslöschliches geistliches Siegel ein, macht ihn Christus, dem Priester, gleichförmig und befähigt ihn, im Namen Christi, des Hauptes, zu handeln. Als Mitarbeiter des bischöflichen Standes ist er geweiht, um das Evangelium zu predigen, um den Gottesdienst zu feiern, vor allem die Eucharistie, aus der sein Dienst Kraft schöpft, und um der Hirt der Gläubigen zu sein. 

Welche Wirkung hat die Diakonatsweihe?

Der Diakon wird Christus, dem Diener aller, gleichgestaltet. Er wird zum Dienst in der Kirche geweiht, den er unter der Autorität seines Bischofs ausübt. Er verrichtet Aufgaben im Dienst am Wort, in Liturgie, Seelsorge und Caritas.

Wird von dem, der das Weihesakrament empfängt, der Zölibat verlangt?

Für den Episkopat wird der Zölibat immer verlangt. Für den Presbyterat werden in der lateinischen Kirche normalerweise gläubige Männer ausgewählt, die zölibatär leben und den Willen haben, den Zölibat „um des Himmelreiches willen“ (Mt 19, 12) beizubehalten; in den Ostkirchen ist es nicht gestattet, nach dem Empfang der Weihe zu heiraten. Zum ständigen Diakonat können auch bereits verheiratete Männer zugelassen werden.

 


TAGESEVANGELIUM

In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Mehr...
Mk 12,28b-34