Hoher Dom zu Limburg
Das Grabdenkmal des Grafen Konrad Kurzbold steht auf Trägerfiguren aus dem 11. Jh., die Grabplatte stammt aus dem 13. Jh.

Baugeschichte

Auf dem Gelände seiner Burg gründete Graf Konrad Kurzbold (+948) im Jahre 910 ein Kanonikerstift für eine zu bauende Georgskirche (um 940), die 1058 verschönert und erweitert wurde.
Um 1180/90 begannen die Bürger der Stadt, gemeinsam mit den Burgbewohnern und dem Kanonikerstift, an der gleichen Stelle eine neue, größere Kirche zu bauen. Die heutige Kirche wurde im Jahr 1235 als Stifts- und Pfarrkirche geweiht. Sie erhielt neben dem hl. Georg den hl. Nikolaus zum Pfarrpatron.

Der Dom im Lauf der Zeit

Im Jahr 1827 wurde das Bistum Limburg gegründet, dessen Gebiet bis dahin zu Trier, Mainz und Köln gehörte. Damit wird aus der Stifts- und Pfarrkirche St. Georg eine Bischofskirche.

Der Dom wurde nie zerstört, aber innen mehrfach übermalt und restauriert. Bei der letzten Innenrestauration (1975 bis 1991) legte man über 70% der originalen Farbfassung frei und beließ sie im Zustand, in dem sie war, natürlich nicht mehr so farbig wie vor 800 Jahren. In der Romantik des späten 19. Jh. konnte man sich nicht mehr vorstellen, dass die Außenseite im Mittelalter farbig war; der Außenputz wurde entfernt. Erst bei der letzten Restauration um 1967 gab man dem Dom den Außenputz und die Farbigkeit wieder, die dem mittelalterlichen Ursprung am nächsten kommt.