Ein Haus wird entzaubert

Bistum stellt Pläne zur Zwischennutzung des Bischofshauses vor

LIMBURG - Das Bistum Limburg hat für Journalisten erstmals die Türen des Bischofshauses und der Bischofswohnung geöffnet. Am Freitag, 20. Februar, stellte in diesem Rahmen Pfarrer Wolfgang Rösch, Ständiger Vertreter des Apostolischen Administrators, das Konzept für die Zwischennutzung des Bischofshauses und die Maßnahmen zur Öffnung vor. Danach wurden die Medienvertreter durch alle Bereiche des Bischofshauses geführt und konnten dabei Architektur, Funktionen und theologische Aspekte des Gebäudeensembles kennenlernen. Dies soll ein erster Schritt zur Entmystifizierung und Entzauberung des Hauses sein.

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Baugeschichte & Architektur

Seit dem Jahr 2004 gab es im Bistum Limburg Überlegungen, dass der Bischof von Limburg auf dem Domberg, in unmittelbarer Nähe zum Dom und zum Bischöflichen Ordinariat, beten, arbeiten und wohnen soll. Nach verschiedenen Entwürfen wurde im Mai 2010 das Architekturbüro BLFP Frielinghaus mit den Planungsleistungen für das Bauprojekt beauftragt. Auf einer Grundfläche von etwa 1750 Quadratmetern wurde das Raumprogramm entwickelt, das dem Bischof als Amts- und Wohnsitz dienen soll. Am 29. Juni 2011 konnte die Grundsteinlegung gefeiert werden. Genau zwei Jahre später wurde das Bischofshaus eingesegnet und der Altar der Kapelle geweiht.

Auf dem Domberg in Limburg haben verschiedene Epochen ihre eigene Architektur hinterlassen: Der Dom stammt aus der Zeit der ausgehenden Romanik (12. Jahrhundert). Die "Alte Vikarie" aus dem Jahr 1490 steht für die Gotik. Das Diözesanmuseum stammt aus der Zeit des Barock und das sogenannte Schwesternhaus (ursprünglich Küsterhaus) aus der Epoche des Jugendstils. Das Bischofshaus in Limburg passt sich in diese gegebene Architektur ein und wird von einer historischen Mauer umschlossen. Es greift Formen- und Gestaltungssprache auf und setzt eigene Akzente. Die neu errichteten Teile drängen sich nicht in den Vordergrund und verbinden die historischen Gebäude "Alte Vikarie" und Küsterhaus miteinander. Die Kapelle ist der einzige neue Gebäudeteil, der deutlich über die historische Mauer hinausragt. Sie soll ein Fingerzeig in den Himmel sein, der deutlich macht, dass der Dienst eines Bischofs ein geistlicher Dienst ist. Die Kapelle unterscheidet sich auch farblich durch den schwarzen Stein (Nero assoluto) von den neuen Gebäudeteilen, die mit hellem Naturstein (Drosselfels) umgeben sind.

Prüfbericht

Abschlussbericht über die externe kirchliche Prüfung der Baumaßnahme auf dem Domberg in Limburg:

Prüfbericht

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