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03.07.2017

Grund zu lachen und zu feiern

Bischof besuchte katholischen Bezirk Limburg

Bischof Georg war ein Jahr lang im Bistum Limburg unterwegs und besuchte auf seiner Kennenlerntour alle elf Bezirke der Diözese. (Fotos: Bistum Limburg)

HADAMAR.- Eine School's-out Party und ein Speeddating mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern: Der katholische Bezirk Limburg hatte sich einiges einfallen lassen, um Bischof Dr. Georg Bätzing die Vielfalt und Lebendigkeit des kirchlichen Lebens vorzustellen. Mit seiner eintägigen Stippvisite am Freitag, 30. Juni, beendete der Bischof seine Kennenlerntour durch das Bistum. Ein Jahr lang war er in der Diözese unterwegs, um Land und Leute zu erkunden, mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern ins Gespräch zu kommen und sich mit den synodalen Gremien in den elf Bezirken zu treffen. Wichtig war ihm aber auch der Austausch mit den Gläubigen. Bei jedem Besuch feierte er mit hunderten Menschen die Heilige Messe und kam anschließend mit ihnen zur Begegnung zusammen. Im kommenden Jahr wird der Bischof sein Kennenlernen des Bistums vertiefen, denn 2018 beginnt er mit den kirchenrechtlich vorgeschriebenen Visitationen im Bezirk Frankfurt.

"Limburg ist mein Wohnortbezirk. Viele Ortschaften kenne ich bereits vom Namen her. Heute habe ich erlebt, dass der Bezirk viele Zentren hat, Landesgrenzen überwindet, Traditionen pflegt, Engagierte Menschen seinen Schatz nennen darf und einfach sehenswert ist", resümierte der Bischof. Sein Besuch begann beim Bezirkscaritasverband in Limburg. Im Gespräch mit Mitarbeitern lernte er die vielfältigen Tätigkeits- und Arbeitsfelder des Verbandes kennen. Ob in der Pflege, in der Obdachlosenhilfe, der Flüchtlingsarbeit, in der Gemeindecaritas, den vielfältigen Beratungsdiensten oder auch in der Hospizarbeit, werde ein ganz wesentlicher Dienst der Kirche verwirklicht. "Caritas ist ein Lebensgefühl. Sie alle wirken mit am großen Auftrag der Kirche und tun dies im Auftrag des Bischofs. Dafür danke ich Ihnen sehr!", so Bätzing.

Aufbrechen und Wachstumsprozesse initiieren

Lautstark und lebendig ging es dann bei der School's-out Party vor dem Limburger Einkaufszentrum "Werkstadt" zu. Hunderte Schüler feierten dort bei Rockmusik das Ende des Schuljahres und den Beginn der Sommerferien. Mittendrin hatte die Jugendkirche Crossover und das Team von Jobaktiv ein Jugendstil-Café errichtet. Bei Sandwiches und Getränken kam man mit Passanten und jungen Leuten schnell ins Gespräch. Schnelligkeit zählte auch beim Speeddating, das die Pastoralteams der sechs Pastoralen Räume und der Pfarrei neuen Typs (St. Peter und Paul, Bad Camberg) vorbereitet hatten, um dem Bischof in zehn Minuten sich selbst und die Schwerpunkte ihrer Arbeit vorzustellen. Neben strukturellen Fragen, die im Zusammenhang mit den Pfarreiwerdungsprozessen stehen, treibt viele Teams das Themenfeld Kirchenentwicklung um. "Das Alte bindet uns noch sehr. Wenn wir lernen wollen, dann müssen wir in Kontakt mit den Menschen kommen und sie fragen, was sie von der Kirche erwarten", so der Bischof. Es gehe darum, ein neues Kirchenbild zu entwickeln und zwar mit Blick auf Erneuerung und auf Tradition. "Ich weiß nicht, wie die pastorale Situation in 30 Jahren hier im Bezirk aussieht. Ich weiß nur, dass wir aufbrechen und Wachstumsprozesse vor Ort initiieren müssen, denn Kirche entwickelt sich zu einer anderen Sozialgestalt", sagte der Bischof. In diesen Wachstumsprozessen müssten Schlüsselthemen wie Verkündigung, Sammlung, Gottesdienst und Liturgie und der Austausch über den Glauben wichtige Rollen spielen. Auch Hauptamtlichkeit werde sich verändern. "Wir können nicht mehr überall alles. Vielmehr sollten wir nach Wegen suchen, andere zu befähigen und sie zu unterstützen", so Bätzing. Er ist davon überzeugt, dass das Evangelium seine Kraft behalten hat und immer wieder neu entfalten wird. Diese Überzeugung gebe Kraft, gerade auch im Blick auf die vielen Ungewissheiten und Herausforderungen.

An die Verheißung Gottes glauben

Die Kraft des Evangeliums stellte der Bischof dann auch ins Zentrum seiner Predigt. Im Evangelium werde viel gelacht und viel gefeiert. Grund dafür sei die Verheißung Gottes. "Die Verheißung Gottes lässt uns aufbrechen. Schauen wir auf Abraham. Er hatte die Bereitschaft Dinge aufzugeben. Wer diese Bereitschaft hat, der bleibt beweglich", erklärte der Bischof. Abraham habe die Bereitschaft auch deshalb gehabt, weil er an die Verheißung und das Wirken Gottes geglaubt habe. Diesen Glauben brauche es wieder stärker in der heutigen Zeit. "Wir müssen glauben und erleben, dass Gott mit uns unterwegs ist. Er schenkt uns Freiheit und lässt uns nach vorne blicken", ermutigte Bischof Bätzing.

Alle Berichte und Hintergründe zur Kennenlerntour des Bischofs durch das Bistum gibt es im Internet unter www.bistumlimburg.de/Bezirksbesuche. (StS)


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