Limburg, 26.08.2026
Verlust verstehen – Halt geben
Empathie und Einfühlsamkeit gefragt
Der Kurs soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die fachlichen, wie persönlichen Kompetenzen vermitteln, um die unterschiedlichen, individuellen Formen von Trauer wahrnehmen und verstehen zu können.
Dazu setzen sie sich in zehn Modulen mit verschiedenen Aspekten des Trauerprozesses auseinander. Sie lernen mit Trauernden mitfühlend und verständnisvoll zu kommunizieren, aber auch ihre eigenen Grenzen zu erkennen und ein angemessenes Verhältnis zwischen Nähe und Distanz zu wahren.
Raum für Begegnung und Reflexion
Neben den fachlichen Grundlagen steht die praktische Arbeit innerhalb des Kurses im Mittelpunkt der Ausbildung. Im Rahmen der zehn Module ermöglichen Übungen, Fallbeispiele und der Austausch in der Gruppe, das Gelernte unmittelbar anzuwenden. Dabei ist auch die persönliche Auseinandersetzung mit den Themen Verlust, Abschied und eigener Sterblichkeit Teil des Kurses.
Gerade Personen, die selbst bereits einen Trauerprozess durchgemacht haben, können eine besondere Perspektive in die Trauerbegleitung miteinbringen. „Menschen, die selbst die tiefgreifende Erfahrung von Verlust gemacht haben, haben oft ein Gespür dafür, wie einsam man sein kann. Und möchten anderen zur Seite stehen”, sagt Verena Maria Kitz, Leiterin des Fachzentrums Trauerseelsorge.
Unterstützung in herausfordernder Zeit
Trauerbegleiterinnen und -begleiter helfen anderen in einer der schwersten Phasen des Lebens mit ihrem Verlust umzugehen und neue Perspektiven auf ihr irdisches Sein zu entwickeln. Sie schaffen Räume, in denen Trauer ihren Platz haben darf – unabhängig davon, wie unterschiedlich Menschen Abschied und Verlust erleben.
Dieses Ehrenamt unterstützt Menschen in einer Situation größten seelischen Schmerzes und ist damit ein klarer Ausdruck christlicher Nächstenliebe.