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15.11.2013

Sankt Vincenzstift schaltet Telefon-Hotline

Erhebung von Fällen von Gewalt und Missbrauch nach 1970

RÜDESHEIM. – Das Sankt Vincenzstift in Aulhausen bietet über eine Telefon Hotline Betroffenen die Möglichkeit, anonym über Gewalt und Missbrauchsfälle nach 1970 zu berichten. Die Ergebnisse der im September vorgestellten Heimkinderstudie von Dr. Bernhard Frings befasste sich mit entsprechenden Vorfällen im Sankt Vincenzstift Aulhausen und im Kinder- und Jugendheim Marienhausen in der Zeit von 1945 bis 1970. Bei der Vorstellung der Studie wurden aber bereits Vorwürfe geäußert, die die Zeit nach 1970 betreffen. Bis zum 28. Januar 2014 ist daher jetzt eine Hotline frei geschaltet. Ziel der Erhebung soll es sein, einen ersten Überblick über mögliche Gewalt in neuerer Zeit zu erhalten. Eine neue Studie ist nicht geplant. Die Erhebung wird von Professorin Dr. Annerose Siebert von der Hochschule Ravensburg-Weingarten geleitet.  

Personen, die nach 1970 im Sankt Vincenzstift oder in der Jugendhilfe Marienhausen Vorfälle im Zusammenhang mit Gewalt in jeglicher Form erlebt haben oder solche Vorfälle beobachten konnten, werden gebeten, sich telefonisch zu melden. Ihr Anliegen wird schriftlich aufgenommen. Die Anonymität der Anrufer wird gewährleistet. Sollten Anrufer Beratung oder psychosoziale Betreuung benötigen, können entsprechende Ansprechpartner genannt werden.

Die Hotline, die außerhalb des Sankt Vincenzstiftes angesiedelt ist, ist bis 28. Januar 2014 unter der Rufnummer 06722 901404 zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag: 8 bis 11 Uhr, Dienstag: 18 bis 21 Uhr, Mittwoch: 17 bis 20 Uhr, Sonntag: 10 bis 13 Uhr. Die Hotline ist nicht besetzt am Dienstag, 24. Dezember, und Dienstag, 31.Dezember.