Bisherige Bischöfe des Bistums Limburg

Franz-Peter Tebartz-van Elst (1959 geboren) wurde im November 2007 zum Bischof von Limburg ernannt und am 20. Januar 2008 im Limburger Dom in sein Amt eingeführt. Sein Wahlspruch lautet: "In Christo baptizati, Christum induistis" ("Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt"). Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit zählte die Glaubensweitergabe in modernen Zeiten, vor dem Hintergrund der Entwicklung von der Volkskirche hin zu einer missionarischen Kirche der Zukunft. Im Jahr 2009 initiierte Tebartz-van Elst den Bistumsprozess "Bereitschaft zur Bewegung". Schwerpunkt des Prozesses ist eine Gebietsreform des Bistums und die Neuordnung der Pfarreien. Im März 2014 nahm Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch von Franz-Peter Tebartz-van Elst an, nachdem es "in der Diözese Limburg zu einer Situation gekommen ist, die eine fruchtbare Ausübung des bischöflichen Amtes durch S.E. Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst verhindert". Pressemitteilung des Heiligen Stuhls

Franz Kamphaus (1932 geboren) wurde 1982 der elfte Bischof von Limburg. Seine Amtszeit, die am 2. Februar 2007 mit Erreichen seines 75. Geburtstages endete, stellte er unter den Wahlspruch "Den Armen das Evangelium verkünden". Über das kirchliche Umfeld hinaus war er durch seinen Einsatz für Flüchtlinge und Asylbewerber sowie als Anwalt der Armen und Schwachen bekannt. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit zählten Themen wie Eine Welt, Gerechtigkeit und Frieden, Globalisierung und die Zukunft des Glaubens. Von 1986 bis 1991 war er im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz als "Jugendbischof" tätig. 2005 wurden im Bistum unter seiner Ägide die drei Jugendkirchen in Limburg, Frankfurt und Wiesbaden gegründet. Kamphaus, der am 17. Juni 2007 sein 25-jähriges Bischofsjubiläum feiern konnte, wohnt seit seiner Emeritierung im St. Vincenzstift Aulhausen in Rüdesheim.

Wilhelm Kempf (1906 bis 1982) wurde im Mai 1949 Bischof von Limburg. Er hatte dieses Amt bis 1981 inne. Der gebürtige Wiesbadener wurde für das Zweite Vatikanische Konzil von Papst Johannes XXIII. zu einem der fünf Konzilsuntersekretäre berufen. Er trug die Aufbruchsstimmung der Nachkonzilszeit ins Bistum Limburg und arbeitete an der Erneuerung des Bistums im Geiste des Konzils. Hierzu zählten der Ausbau der synodalen Struktur sowie die liturgische Erneuerung. Bischof Wilhelm förderte die Kirchenmusik und gründete die Limburger Domsingknaben. Mit Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren bat er den Papst um Entbindung von seinen Pflichten und emeritierte 1981. Ein Jahr später starb er im Alter von 76 Jahren.

Ferdinand Dirichs (1894 bis 1948) war der neunte Bischof von Limburg. Er amtierte nur kurz, von 1947 bis 1948, als er im Dezember an den Folgen eines Autounfalls starb. In Frankfurt am Main geboren, wirkte er lange Jahre als Diözesanjugendpfarrer und anschließend als Pfarrer von Winkel im Rheingau. Dirichs galt als die treibende Kraft des Klerus im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Er ist als charismatische Gestalt, die Charme und Güte ausstrahlte, im Gedächtnis des Bistums lebendig. Bischof Dirichs proklamierte am Pfingstsonntag des Jahres 1948 im Limburger Dom die Katholische Aktion, die eine stärkere Mitverantwortung der Laien am kirchlichen Leben wollte. Die Seelsorge nach Kriegsende war gerade in Frankfurt mit seinem Fernbahnhof mit den Folgen von Vertreibung und Kriegsgefangenschaft konfrontiert. So war es nur konsequent, das Dirichs als Beauftragter der Bischofskonferenz für Flüchtlinge und Vertriebene wirkte.

Antonius Hilfrich (1930 bis 1947), in Lindenholzhausen bei Limburg geboren, wirkte lange Jahre als Seelsorger in Wiesbaden, zuletzt als Stadtpfarrer. Bereits vom Papst als Koadjutor für Bischof Kilian mit dem Recht auf dessen Nachfolge eingesetzt, rückte er nach dem Tod seines Vorgängers ohne Wahl auf den Bischofsstuhl. Bischof Antonius galt als bedächtig und konservativ und zeigte in der Auseinandersetzung mit den Nationalsozialisten Zurückhaltung. Dennoch wurde die katholische Kirche von den Machthabern zunehmend bedrängt. Viele Geistliche, die Widerstand leisteten, wurden schikaniert oder gar inhaftiert. Gegenüber dem Reichsjustizminister protestierte Bischof Hilfrich in aller Schärfe gegen die Ermordung geistig behinderter Menschen in der Heilanstalt Hadamar.

TAGESEVANGELIUM

In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da staunten alle und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun? Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, Mehr...
Mt 13,54-58

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